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8Sense im Test: Vibration am Kragen gegen Schmerzen im Rücken

Das Startup 8Sense will mit einem Ansteckclip einer Bürokrankheit entgegenwirken: Rückenschmerzen. Das funktioniert - aber nicht immer.

Ein Test von veröffentlicht am
Der 8Clip wird am T-Shirt oder Hemd getragen und vibriert.
Der 8Clip wird am T-Shirt oder Hemd getragen und vibriert. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)

Schlafen gehen, aufstehen, Rücken tut weh; hinsetzen, aufstehen, Rücken tut weh: Menschen, die täglich viele Stunden sitzend arbeiten und dann auch noch einen Teil ihrer Freizeit am Computer zu Hause verbringen, bezahlen ihre Leidenschaft oft mit Rückenschmerzen. Gerade in der IT-Branche betrifft das Leute, die Software entwickeln oder Infrastruktur warten - wenn sie nicht gerade unter einem Tisch hocken. Was können wir also tun, um den unangenehmen und teilweise schmerzhaften Verspannungen entgegenzuwirken?

Inhalt:
  1. 8Sense im Test: Vibration am Kragen gegen Schmerzen im Rücken
  2. Rückenübungen erhöhen den Score
  3. Verfügbarkeit und Fazit

Wie es für uns als IT-Enthusiasten üblich ist, schauen wir zuerst auf Gadgets und Technik, um unsere Probleme zu lösen. Eines dieser Produkte ist 8Sense, das von einem deutschen Startup entwickelt wird und aus einem am Hemdkragen oder T-Shirt befestigten Sensor und einer mobilen Applikation für iOS und Android besteht. Der Sensor vibriert immer dann, wenn wir eine falsche Haltung einnehmen oder die Sitzposition ändern sollen. Ein Massagegerät ist das Gerät allerdings nicht.

Das Konzept ist interessant, scheint es doch eine unauffällige und einfache Lösung zu sein. Außerdem ist es mit derzeit 80 Euro Kaufpreis im Vergleich zu einigen Alternativen kostengünstig.

• Im ersten Teil des Tests schauen wir uns die Hardware und die App an

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• Der zweite Teil geht auf zusätzliche Rückenübungen und einige Probleme ein

• Zum Schluss ziehen wir wieder unser Fazit

Golem.de wollte wissen, ob und wie das funktionieren kann. Unser Testsubjekt ist ein Redakteur, der selbst unter Verspannungen im Rücken leidet. Nach einigen Tagen stellen wir fest: Die Idee ist interessant, allerdings hakt es noch bei der Umsetzung. Das Produkt ist noch lange nicht fertiggestellt und verspricht auf der Homepage und im Werbematerial mehr, als es wirklich kann.

Der 8Clip ist bei uns in einem kleinen Paket angekommen, welches neben dem Sensor selbst eine kurze Einleitung und ein USB-A-Kabel inklusive eines speziellen Ladedocks enthält. Mit einer Ladung hält das Gerät etwa zwei Arbeitstage - rund 15 Stunden - durch. Damit wir den Clip laden können, benötigen wir allerdings ein USB-Netzteil, wie es bei Smartphones zu finden ist - das liegt dem Paket nicht bei. Alternativ können wir einen USB-A-Anschluss an unserem Computer dafür nutzen. Wir sollten jedoch aufpassen: stecken wir den beidseitig passenden Anschluss falsch herum in eine USB-A-Buchse, dann lädt der Sensor nicht auf.

  • Der 8Clip (links) und das ungewöhnliche Ladegerät daneben (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Der Clip wird an einen Kragen oder an den oberen Rand des T-Shirts angeklemmt. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Der 8Clip ist kompakt. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Der 8Clip ist kompakt. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Das Ladegerät kann auch falsch herum eingesteckt werden.
  • Geladen werden kann das Zubehör per USB-A. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Geladen werden kann das Zubehör per USB-A. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die App misst vier Bewegungsmuster. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die Auswertung wird in Prozentpunkten dargestellt. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Wir können uns vergangene und aktuelle Tage auch im Detail anschauen. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die App schlüsselt den Score auch auf. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Generell werden viele Elemente verständlich erklärt. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Generell werden viele Elemente verständlich erklärt. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Wir können uns vergangene und aktuelle Tage auch im Detail anschauen. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Wir können uns vergangene und aktuelle Tage auch im Detail anschauen. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • In den Einstellungen können wir den Clip auch kalibrieren und die verbliebene Akkulaufzeit einsehen. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Einige Übungen gibt es nur als Videotutorial. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Bei dieser Rückenübung müssen wir für eine Kalibrierung zunächst aufrecht sitzen. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Danach beugen wir uns für 30 Sekunden nach vorn. Das dehnt den Rücken. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Bei Erfolg bekommen wir Fitnesspunkte gutgeschrieben. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Fünf Minuten lang ohne Rückenlehne aufrecht sitzen: Klingt einfacher, als es ist. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Bisher gibt es leider nur vier Sensorübungen. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Der Newsfeed wurde seit drei Monaten nicht aktualisiert. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
Der 8Clip (links) und das ungewöhnliche Ladegerät daneben (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)

Die Einrichtung des Clips und der 8sense-App ist unkompliziert: Wir installieren die Software aus dem App Store oder von Google Play. Gepairt wird der Clip innerhalb des Programms per Bluetooth 4.2 Low Energy. Hier hatten wir zunächst keine Probleme - das sollte sich im Verlauf des Tests noch ändern.

Einmal gepairt, heften wir den 8clip an unser Hemd oder T-Shirt an. Im Clip sind ein kleiner Vibrationsmotor und ein Gyroskop enthalten, welches für die Bestimmung der Sitzposition zuständig ist. Die Vibration spüren wir leicht am Rücken. Damit teilt uns der Sensor diverse Informationen mit, etwa wenn es Zeit ist, eine neue Sitzhaltung einzunehmen oder eine Runde durch das Büro zu laufen, um die Wirbelsäule zu entlasten.

8sense by Beurer Haltungstrainer zur Vorbeugung von Rückenproblemen, für aktives und dynamisches Sitzen, Rücken Haltungskorrektur mit App, PC 100 Posture Control

Die Software fasst diese Aktivitäten in einer Art täglichem Fitnessplan zusammen und zählt etwa die Phasen, in denen wir aufrecht oder zurückgelehnt sitzen, uns bewegen oder ein paar Schritte gehen. All diese Punkte werden für den aktiven Tag addiert und ergeben einen Office-Fitness-Score in Prozent.

Das funktioniert in der Praxis ganz gut. Dabei gibt uns die App in regelmäßigen Abständen Anweisungen und Tipps, die wir für ein richtiges Sitzen anwenden können. Je nachdem, wie sehr wir uns an diese Regeln halten, bekommen wir einen besseren Score zugewiesen. Neben diversen Sitzpositionen müssen wir öfter aufstehen und uns bewegen - so wie es empfohlen wird.

  • Der 8Clip (links) und das ungewöhnliche Ladegerät daneben (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Der Clip wird an einen Kragen oder an den oberen Rand des T-Shirts angeklemmt. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Der 8Clip ist kompakt. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Der 8Clip ist kompakt. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Das Ladegerät kann auch falsch herum eingesteckt werden.
  • Geladen werden kann das Zubehör per USB-A. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Geladen werden kann das Zubehör per USB-A. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die App misst vier Bewegungsmuster. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die Auswertung wird in Prozentpunkten dargestellt. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Wir können uns vergangene und aktuelle Tage auch im Detail anschauen. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die App schlüsselt den Score auch auf. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Generell werden viele Elemente verständlich erklärt. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Generell werden viele Elemente verständlich erklärt. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Wir können uns vergangene und aktuelle Tage auch im Detail anschauen. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Wir können uns vergangene und aktuelle Tage auch im Detail anschauen. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • In den Einstellungen können wir den Clip auch kalibrieren und die verbliebene Akkulaufzeit einsehen. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Einige Übungen gibt es nur als Videotutorial. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Bei dieser Rückenübung müssen wir für eine Kalibrierung zunächst aufrecht sitzen. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Danach beugen wir uns für 30 Sekunden nach vorn. Das dehnt den Rücken. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Bei Erfolg bekommen wir Fitnesspunkte gutgeschrieben. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Fünf Minuten lang ohne Rückenlehne aufrecht sitzen: Klingt einfacher, als es ist. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Bisher gibt es leider nur vier Sensorübungen. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Der Newsfeed wurde seit drei Monaten nicht aktualisiert. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
Der 8Clip ist kompakt. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)

Der 8Sense vibriert in festgelegten Intervallen von 10 Minuten und fordert uns zu verschiedenen Aktivitäten auf. Manchmal sollen wir aufstehen und uns mehr bewegen, in anderen Situationen lehnen wir uns zurück und entspannen. Die App blendet je nach Situation auch Lob oder Tadel ein, wenn wir Anweisungen befolgen oder ignorieren. Das halten wir für eine interessante Idee, wenn man sich darauf einlassen kann.

Auch ohne Vibrationsfeedback können wir unser Smartphone angeschaltet neben uns auf den Schreibtisch legen. Anweisungen werden nämlich in wesentlich geringeren Abständen je nach Situation eingeblendet. Zugegeben animiert uns das zu mehr Bewegung am Arbeitsplatz. Achten wir zu sehr auf die Applikation, kann das aber auch den Arbeitsalltag negativ beeinflussen. Nicht jede Person hat die Zeit, alle zehn Minuten fünf Minuten lang durch das Büro zu spazieren - und das gilt auch für uns an einigen Stellen.

Stattdessen fanden wir es sinnvoller, in regelmäßigen Abständen Dehnübungen durchzuführen. Die bietet die App auch an.

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Rückenübungen erhöhen den Score 
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torstenj 16. Aug 2020 / Themenstart

Ich habe ein ähnliches Gerät eines Mittbewerbers. Ich trage es seit einem halben Jahr...

Alfrett 07. Aug 2020 / Themenstart

Der Gang zum Briefkasten ist kein Spaziergang, auch sollte man möglichst raus in die...

Sportstudent 06. Aug 2020 / Themenstart

Verstanden wurde wohl das Konzept, die Kritik liegt in der zunehmend starken Bindung an...

KrachboomEnte 06. Aug 2020 / Themenstart

Krafttraining für sich ist natürlich schon 'ne gute Sache, war in meinem Fall aber nicht...

dura 06. Aug 2020 / Themenstart

Ähm, also die Bauchgurte die ich kenne stimulieren die Muskeln mit Strom, da geht's nicht...

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