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8K-Fernseher: LGs OLED.EX leuchten 30 Prozent heller

CES 2022
Neue Materialien und verbesserte Algorithmen: LG will mit der OLED -EX-Technik eine höhere Helligkeit und dünnere Rahmen erreichen.
/ Marc Sauter
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8K-Fernseher mit OLED.EX von LG (Bild: LG)
8K-Fernseher mit OLED.EX von LG Bild: LG

LG hat OLED.EX(öffnet im neuen Fenster) vorgestellt, ein für entsprechende 4K- und 8K-Fernseher gedachte Technologie. Der Name ist wenig überraschend ein Akronym – konkret aus Evolution und Experience, es beschreibt also die aus Sicht von LG voranschreitende Evolution der Nutzererfahrung mit OLED-TVs.

Für die EX-Technologie werden die OLEDs, also die organischen selbstleuchtenden Dioden, mit einer neuartigen Verbindung aus Deuterium gefertigt. Wasserstoff (Hydrogen) besteht zumeist aus Protium-Isotopen, wohingegen Wasserstoff aus Deuterium-Isotopen aufgrund der doppelt so hohen Masse(öffnet im neuen Fenster) auch als schwerer Wasserstoff bezeichnet wird.

Durch diese Änderung und einen speziellen Algorithmus auf Basis von maschinellem Lernen will LG individuelle Muster für die 33 Millionen Dioden in einem 8K-Fernseher erzeugen. Die feinkörnigere Kontrolle darüber, welche OLEDs wann wie genutzt werden, soll in einer 30 Prozent höheren Helligkeit und einer gestiegenen Effizienz zugunsten einer längeren Haltbarkeit resultieren.

Schlankerer Bezel

Mit den genannten Verbesserungen gehen LG zufolge auch dünnere Display-Rahmen (Bezel) einher. Bei einem 65-Zoll-Modell soll sich deren Dicke von 6 mm auf 4 mm verringern, was die eingangs erwähnte Nutzererfahrung aufwerten soll. LG plant, die OLED-EX-Technik ab dem zweiten Quartal 2022 zu starten. Die Fertigung soll in den Werken in Guangzhou (China) und Paju (Südkorea) erfolgen.

OLEDs, also Organic Light Emitting Diodes, sind eine von vielen Display-Ansätzen . Grundsätzlich handelt es sich hierbei auch um einen TFT, da ebenfalls eine Dünnschichttransistor-Backplane zur Ansteuerung verwendet wird. Weil OLEDs aus selbstleuchtenden organischen Materialien bestehen, ist keine Hintergrundbeleuchtung erforderlich.

Schwarz ist OLED-Paradedisziplin

Prinzipiell haben OLEDs den Vorteil, durch abschaltbare Pixel exzellente Schwarzwerte und hohe Kontraste sowie eine extrem geringe Reaktionszeit zu erzielen – dafür altern die organischen Dioden und ergo ist ihre maximale Helligkeit in der Praxis verglichen mit anderen Ansätzen beschränkt. Typische Einsatzgebiete sind LG-Fernseher und aktuelle Smartphones, wobei es Unterschiede beim Aufbau gibt.

Die Südkoreaner nutzen bisher mit WRGB allerdings eine spezielle OLED-Technik: Statt drei Dioden für RGB zu verwenden, werden sie zusammengeschaltet – Rot plus Grün plus Blau ergibt Weiß. Die Farben erzeugt LG durch einen Filter, die W-OLED sorgt für eine höhere maximale Helligkeit.


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