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870 Evo ausprobiert: Samsung macht SSD-Klassiker flotter

Immer noch 2,5 Zoll mit Sata: Die Evo-SSD-Reihe erhält ein Performance-Upgrade, da Samsung neuen 3D-Flash-Speicher verbaut.
/ Marc Sauter
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Samsungs 870 Evo (Bild: Golem.de)
Samsungs 870 Evo Bild: Golem.de

Lange hat es gedauert: Drei Jahre nach der 860 Evo führt Samsung die beliebte SSD-Serie fort und bringt ab Ende Januar 2021 die 870 Evo in den Handel. Der Fokus liegt auf einer hohen Geschwindigkeit im Rahmen der Sata-Schnittstelle, kombiniert mit attraktiven Preisen. Wir haben uns das 4-TByte-Topmodell angeschaut.

In Samsungs Consumer-Portfolio ordnet sich die 870 Evo zwischen der schnelleren 980 Pro und der langsameren 870 QVO ein: Erstere weist eine NVMe-PCIe-Gen4-Unterstützung auf, wohingegen Letztere mit schreibschwachem QLC-Flash-Speicher ausgestattet ist. Die 870 Evo wiederum nutzt den gleichen V-NAND v6 wie die 980 Pro, verwendet aber den kostengünstigen Chip der 870 QVO.

Schneller bei kurzen Befehlsschlangen

Der achtkanalige MKX-Controller wird mit LPDDR4-Speicher als DRAM-Cache für die Mapping-Tabelle gekoppelt und beherrscht eine AES-256-Hardware-Verschlüsselung. Die Kombination aus MKX- statt MJX-Chip und V-NAND v6 statt V-NAND v4 sorgt laut Samsung für mehr Geschwindigkeit: Die Leserate der Input/Operationen pro Sekunde (IOPS) steigt um bis zu 38 Prozent, was primär für Befehlsschlangen mit einer geringen Tiefe wie QD1 bis QD4 gilt.

Daten der Samsung 870 Evo
870 Evo (250 GByte)870 Evo (500 GByte)870 Evo (1 TByte)870 Evo (2 TByte)870 Evo (4 TByte)
ControllerMKX, 8 KanäleMKX, 8 KanäleMKX, 8 KanäleMKX, 8 KanäleMKX, 8 Kanäle
DRAM-Cache512 MByte LPDDR4512 MByte LPDDR41 GByte LPDDR42 GByte LPDDR44 GByte LPDDR4
NAND-Packages512 GBit, 136L 512 GBit, 136L 512 GBit, 136L 512 GBit, 136L 512 GBit, 136L
SLC-Puffer3+9 GByte4+18 GByte6+36 GByte6+72 GByte6+72 GByte
LeserateBis zu 560 MB/sBis zu 560 MB/sBis zu 560 MB/sBis zu 560 MB/sBis zu 560 MB/s
SchreibrateBis zu 530 MB/sBis zu 530 MB/sBis zu 530 MB/sBis zu 530 MB/sBis zu 530 MB/s
Ohne SLC-PufferBis zu 300 MB/sBis zu 300 MB/sBis zu 530 MB/sBis zu 530 MB/sBis zu 530 MB/s
Haltbarkeit150 TBW300 TBW600 TBW1.200 TBW2.400 TBW

Eine solche Queue Depth ist im Consumer-Segment typisch, wenn beispielsweise Anwendungen gestartet werden. Folgerichtig reagieren Storage-Benchmarks wie der des PCMark10 auf diese Änderungen mit im hohen einstelligen Prozentbereich gestiegenen Werten bei Trace-basierten Messungen wie App-Startzeiten. Bei den sequenziellen Datenraten gibt es lesend wie schreibend nahezu keinen Unterschied, es bleibt bei bis zu 560 MByte/s respektive bis zu 530 MByte/s. Das gilt allerdings einzig für die Modelle mit 1 TByte Kapazität oder mehr.

Die 870 Evo mit 250 GByte und 500 GByte hingegen greifen auf einen SLC-Puffer zurück, ohne diesen wird der TLC-Speicher nur noch mit 300 MByte/s beschrieben; die Leseleistung bleibt unbeeinflusst. Damit der dynamische Write-Cache greift, muss genügend freier Speicherplatz gegeben sein – konkret 27 GByte (250 GByte) und 54 GByte (500 GByte). Ansonsten bleibt nur der statische Puffer mit 3 GByte respektive 4 GByte übrig. Ungeachtet dessen sind selbst 300 MByte/s immer noch fast doppelt so schnell wie die 160 MByte/s bei allen 870 QVO, da dort langsamer QLC-Speicher genutzt wird.

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Samsung SSD 870 EVO, 1 TB, Formfaktor 2,5 Zoll, Intelligent TurboWrite, Magician 6 Software, Schwarz

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Verfügbarkeit und Fazit

Samsung verkauft die 870 Evo mit 250 GByte (40 Euro), mit 500 GByte (70 Euro), mit 1 TByte (140 Euro), mit 2 TByte (270 Euro) und mit 4 TByte (550 Euro). Der Hersteller gibt erneut fünf Jahre Garantie auf die 870 Evo, die zulässige Schreibmenge (Total Bytes Written, TBW) unterscheidet sich ebenfalls nicht von jener der 860 Evo.

Wer eine flotte Sata-SSD mit TLC-Flash sucht, wird bei der 870 Evo fündig. Die etwas günstigere 870 QVO eignet sich allerdings auch für mittlere Spiele-Bibliotheken oder Foto-Archive ohne exorbitant große RAWs, da hier die Lesegeschwindigkeit relevant ist. Obacht: Die 870 Evo und die 870 QVO gibt es nur im 2,5-Zoll-Formfaktor, weshalb die 860 Evo als kompaktes M.2-2280-Kärtchen weiterhin angeboten werden soll.


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