850 Evo und Pro: Samsung veröffentlicht erste Consumer-SSDs mit 2 TByte

Samsung hat wie erwartet die SSD 850 Evo und die SSD 850 Pro mit 2 TByte Kapazität angekündigt. Bisher gibt es beide Modellreihen mit maximal 1 TByte Speicherplatz. An der Geschwindigkeit ändert sich nichts, da diese durch die Sata-6-GBit/s-Schnittstelle limitiert wird. Bei der Technik verdoppelt Samsung den DRAM-Cache von einem auf zwei GByte, nutzt LPDDR3 statt LDDR2 und verbaut einen neuen SSD-Controller. Der Aufbau der Platinen zeigt, dass die Koreaner mit gleicher Bauweise auch 4-TByte-Modelle vorstellen könnten.
Beide neuen SDDs haben eine Bauhöhe von knapp 7 mm, in ihnen steckt ein Board, das alle Komponenten aufnimmt. Neben dem neuen MHX- statt dem MEX-Controller und dem auf zwei GByte angewachsenen Cache sind das acht Flash-Packages. Bei der SSD 850 Evo schichtet Samsung pro Chipgehäuse 16 TLC -Dies mit je 128 GBit übereinander, was insgesamt 2 TByte entspricht. Mit 16 Packages, dem Limit für eine 2,5-Zoll-SSD, wären also 4 TByte denkbar.
Interessant wird es bei der SSD 850 Pro : Dort verbaute Samsung bisher bis zu 16 MLC-Dies mit 86 GBit Kapazität pro Siliziumplättchen pro Flash-Package und bis zu acht Chipgehäuse in der 1-TByte-Version. Das bedeutet: Mit 86-GBit-Chips und acht Packages sind keine 2 TByte möglich, außer Samsung würde mehr als 16 Dies in ein Chipgehäuse quetschen. Da sich aber acht in der neuen SSD 850 Pro befinden sollen(öffnet im neuen Fenster) , muss etwas geändert worden sein.
Unverändert bleiben Eigenschaften wie die Total Bytes Written und die Garantie: Für die SSD 850 Evo nennt Samsung 150 TByte und fünf Jahre, bei der SSD 850 Pro sind es 300 TByte und zehn Jahre. Die neue Evo mit 2 TByte soll ab Ende Juli 2015 für 870 Euro erhältlich sein, die 2-TByte-Version der Pro folgt Samsung zufolge voraussichtlich Anfang August 2015 für 1.050 Euro.
Nachtrag vom 08. Juli 2015, 15:17 Uhr
Samsung hat auf Nachfrage bestätigt, dass in der SSD 850 Pro Flash-Dies mit 128 GBit stecken. Ob die Siliziumplättchen größer sind als ihre bisherigen 86-GBit-Pendants oder in einem neueren Fertigungsprozess produziert werden, dazu wollte sich der Hersteller allerdings nicht äußern.



