850 Evo mit 4 TByte im Test: Samsungs neue SSD ist teuer - aber einmalig

Wer bereit ist, anderthalbtausend Euro auszugeben, bekommt die Sata-SSD mit der höchsten Kapazität: Samsung packt bei der 850 Evo satte 4 TByte in ein flaches Gehäuse - dabei wäre noch Platz für mehr. Bei der Leistung geht der Hersteller keine Kompromisse ein.

Ein Test von veröffentlicht am
Die 850 Evo mit 4 TByte in einem Feld aus 50-Euro-Scheinen
Die 850 Evo mit 4 TByte in einem Feld aus 50-Euro-Scheinen (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Wenn es um fortschrittlichen Flash-Speicher für SSDs geht, lag Samsung in den vergangenen Jahren oft vorn. Anders als die traditionelle, eher konservative Konkurrenz in Form von Flash Forward (Toshiba und Western Digital) oder IMFT (Intel Micron Flash Technologies) nutzen die Südkoreaner den technischen Vorsprung zudem, um Produkte zu bauen, die Rekorde bei der Geschwindigkeit (PM1725) oder Kapazität (PM1633a) aufstellen.

Stellenmarkt
  1. Architect (m/f/d) for Test Automation
    Elektrobit Automotive GmbH, Braunschweig, München, Erlangen, Berlin
  2. Test Developer (m/f/d)
    Elektrobit Automotive GmbH, Berlin
Detailsuche

Für das Desktop-Segment ist das die neue 850 Evo mit 4 TByte Speicherplatz. Kein anderer Hersteller hat eine SSD mit Sata-6-GBit/s-Anschluss und einem 7 mm flachen 2,5-Zoll-Gehäuse im Angebot. Zwar gibt es Modelle wie Fixstars' 6000M - die ist aber nirgends erhältlich und 9,5 mm hoch. Sage Micros Blackdisk schafft zwar stolze 10 TByte bei 15 mm Bauhöhe, der verwendete Flash-Speicher erreicht aber gerade schreibend nur geringe Transferraten.

  • Die Packung der 850 Evo - man beachte die 4 TByte rechts oben (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das kleine silberne Quadrat zeigt, dass es sich um eine Evo handelt (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die 2,5-Zoll-SSD ist 7 mm flach (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Platine füllt das Gehäuse nicht aus (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Vier weitere Flash-Packages, der DRAM und der Controller sitzen auf der Vorderseite (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Samsung 850 Evo mit 4 TByte im Crystal Disk Mark (Screenshot: Golem.de)
  • Samsung 850 Evo mit 4 TByte im Atto (Screenshot: Golem.de)
  • Samsung 850 Evo mit 4 TByte im AS-SSD (Screenshot: Golem.de)
Die Packung der 850 Evo - man beachte die 4 TByte rechts oben (Foto: Martin Wolf/Golem.de)

Samsungs aktueller 3D-NAND fasst mit 256 GBit pro Die zwar weniger als IMFTs 3D-Flash mit 384 GBit, wie er in Crucials MX300 steckt. Der Speicher der Südkoreaner weist aber eine höhere Datendichte pro Fläche auf und erreicht pro Siliziumplättchen klar mehr Geschwindigkeit. Im Falle der 850 Evo mit 4 TByte verwendet Samsung die dritte Generation an geschichteten Triple-Level-Speicherzellen (sogenannter V-NAND-TLC-Flash), so wie bei der Portable SSD T3 und den 850 Evo v2 mit 250 GByte bis 2 TByte Kapazität.

Ein Blick ins Gehäuse der 850 Evo mit 4 TByte zeigt, dass darin eine nur 1,8 Zoll lange Platine steckt. Auf der sitzt ein MHX-Controller mit acht Speicherkanälen, der DRAM-Cache fasst bedingt durch die Mapping-Tabelle die erwarteten 4 GByte. Auf der Vorder- und Rückseite der Platine sind jeweils vier Flash-Packages verlötet, in jedem sind 16 Dies gestapelt. Daraus resultiert eine Gesamtkapazität von 4.096 Gibibyte. Abzüglich der für Over Provisioning notwendigen Spare Area und formatiert unter Windows 10 bleiben davon 3,63 TByte übrig.

  • Die Packung der 850 Evo - man beachte die 4 TByte rechts oben (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das kleine silberne Quadrat zeigt, dass es sich um eine Evo handelt (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die 2,5-Zoll-SSD ist 7 mm flach (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Platine füllt das Gehäuse nicht aus (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Vier weitere Flash-Packages, der DRAM und der Controller sitzen auf der Vorderseite (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Samsung 850 Evo mit 4 TByte im Crystal Disk Mark (Screenshot: Golem.de)
  • Samsung 850 Evo mit 4 TByte im Atto (Screenshot: Golem.de)
  • Samsung 850 Evo mit 4 TByte im AS-SSD (Screenshot: Golem.de)
Die Platine füllt das Gehäuse nicht aus (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
Golem Karrierewelt
  1. Adobe Premiere Pro Aufbaukurs: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    17./18.10.2022, Virtuell
  2. Container Management und Orchestrierung: virtueller Drei-Tage-Workshop
    22.-24.08.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Bei den Messwerten gibt es keine Überraschungen: Im Kurztest erreicht die neue 850 Evo eine konstant hohe Leistung, die nach oben hin durch das Sata-6-GBit/s-Protokoll begrenzt wird. Der bei den Evo-Modellen typische SLC-Puffer scheint unerschöpflich, selbst bei über 3 TByte Füllstand ließ sich eine 50 GByte große Datei noch mit 400 MByte pro Sekunde auf die 850 Evo schreiben.

Verfügbarkeit und Fazit

Samsung verkauft die 850 Evo mit 4 TByte zu einem Preis von 1.600 Euro - die ersten Händler listen das neue Modell für unter 1.400 Euro, was einen Aufpreis pro GByte verglichen mit kleineren Modellen bedeutet. Die Garantie beträgt fünf Jahre bei einem garantierten Schreibvolumen von 300 TByte.

Kein anderer Hersteller hat eine SSD mit 4 TByte Kapazität, einem Sata-6-GBit/s-Interface, nur 7 mm Bauhöhe und flottem 3D-NAND-Flash im Angebot. Der Preis mag zwar hoch ausfallen, aber das ist bei Produkten mit Alleinstellungsmerkmal üblich. Von der Ausstattung und der gebotenen Leistung her ist Samsungs 850 Evo mit 4 TByte ungeachtet der Kosten eine Empfehlung wert.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


gadthrawn 21. Jul 2016

Ah.. die Garantieren bestimmte Schreibgrößen für Benutzer. Ursprünglich hatte Samsung...

gadthrawn 19. Jul 2016

Falsch. Spare Sectors werden bei Festplatten direkt vor dem OS versteckt vom Controller...

The_Soap92 18. Jul 2016

Ich hab meine 3 TB Spieleplatte längst voll. Und es sind ne Menge Spiele nicht...

HelpbotDeluxe 15. Jul 2016

Und dazu kommt noch das hier: 3 Years/5,600 TBW Deutlich mehr Terabytes die geschrieben...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Krieg der Steine
Kopierte Lego-Mini-Figuren dürfen nicht verkauft werden

Lego hat einen Rechtsstreit um Mini-Figuren gegen einen Spielwarenhändler gewonnen, der Figuren aus China verkauft hat.

Krieg der Steine: Kopierte Lego-Mini-Figuren dürfen nicht verkauft werden
Artikel
  1. Smartphones: Xiaomis neues Foldable ist wesentlich günstiger
    Smartphones
    Xiaomis neues Foldable ist wesentlich günstiger

    Das Xiaomi Mix Fold 2 ähnelt dem Samsung Galaxy Fold 4. Es ist ähnlich gut ausgestattet, kostet aber wesentlich weniger Geld.

  2. USA: Tesla stoppt Bestellungen für das Model 3 Long Range
    USA
    Tesla stoppt Bestellungen für das Model 3 Long Range

    In den USA und Kanada übersteigt die Nachfrage nach dem Tesla Model 3 LR das Angebot, so dass Tesla erstmal keine Bestellungen mehr annimmt.

  3. Web Components mit StencilJS: Mehr Klarheit im Frontend
    Web Components mit StencilJS
    Mehr Klarheit im Frontend

    Je mehr UI/UX in Anwendungen vorkommt, desto mehr Unordnung gibt es im Frontend. StencilJS zeigt, wie man verschiedene Frameworks mit Web Components zusammenbringt.
    Eine Anleitung von Martin Reinhardt

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • BenQ Mobiuz EX3410R 499€ • HyperX Cloud Flight heute für 44€ • MindStar (u. a. AMD Ryzen 5 5600X 169€, Intel Core i5-12400F 179€ und GIGABYTE RTX 3070 Ti Master 8G 699€ + 20€ Cashback) • Weekend Sale bei Alternate (u. a. AKRacing Master PRO für 353,99€) [Werbung]
    •  /