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802.11ac: Erster Chipsatz für WLAN mit 1,7 GBit/s

Das Unternehmen Quantenna hat nach eigenen Angaben den ersten Chipsatz für die zweite Generation von WLAN-Geräten nach 802.11ac hergestellt. Nicht nur die Bandbreite soll damit steigen, sondern auch die Reichweite und die Abdeckung in Gebäuden.
/ Nico Ernst
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Referenzdesign des älteren QHS600x mit 4x4 MIMO (Bild: Quantenna)
Referenzdesign des älteren QHS600x mit 4x4 MIMO Bild: Quantenna

Mit dem Chipsatz QSR1000 hat das US-Unternehmen Quantenna die ersten Bausteine für WLANs mit einer Bruttoübertragungsrate von 1,7 Gigabit pro Sekunde angekündigt. Üblicherweise bleibt davon unter guten Funkbedingungen rund die Hälfte übrig, also etwas mehr als 80 Megabyte pro Sekunde.

Quantenna setzt dabei auf die zweite Generation ( "Wave 2" ) des WLAN-Standards 802.11ac. Bisher sind dafür nur Antennenkonfigurationen nach 3x3 MIMO mit 1,3 GBit/s gebräuchlich, was man manchen Routern durch die drei externen Antennen ansieht. Beim QSR1000 wird aber bis zu 4x4 MIMO mit vier Antennen unterstützt; das Gerät ist dabei auch abwärtskompatibel zu früheren Standards.

Die neue Höchstgeschwindigkeit erreicht der neue Chipsatz nur, wenn es auch Gegenstellen mit vier Antennen gibt. Vor allem bei Notebooks sind schon mehr als zwei Antennen eine Seltenheit. Bei stationären Geräten wie Desktop-PCs oder Smart-TVs bieten sich aber externe WLAN-Module in USB-Sticks an, und an solche Anwendungen denkt Quantenna auch.

Durch die Möglichkeit, vier Antennen zum Beamforming(öffnet im neuen Fenster) zu verwenden, will das Unternehmen eine bessere Abdeckung in Gebäuden erreichen, auch durch gemauerte Wände hindurch. Ob dabei zudem, wie Konkurrent Cisco in einem Whitepaper(öffnet im neuen Fenster) beschreibt, 160 MHz breite Kanäle statt der bisher bei 802.11ac maximal 80 MHz breiten Bänder verwendet werden sollen, gibt Quantenna in seiner Ankündigung des Chipsatzes(öffnet im neuen Fenster) nicht an.

Das Unternehmen liefert den QSR1000 bereits in Musterstückzahlen an Gerätehersteller aus, auf der Computex in Taipeh Anfang Juni 2013 will das Unternehmen die Chips dann näher vorstellen. Mit ersten Geräten auf Basis der Bausteine rechnet Quantenna Ende des Jahres 2013.


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