700 MHz: Vodafone nimmt LTE in Fernsehfrequenzen in Betrieb
Vodafone beginnt den Betrieb von LTE mit 700-MHz-Frequenzen. Wie der Mobilfunkkonzern am 5. Juli 2019 bekannt gab(öffnet im neuen Fenster) , wurden die ersten LTE-Mobilfunkstationen im 700-MHz-Band in Nordrhein-Westfalen und in Brandenburg in Betrieb genommen. Bis Ende dieses Geschäftsjahres sollen 200 Mobilfunkstationen mit 700-MHz-Frequenzen Bestandteil des Vodafone-Netzes in Deutschland sein. Der Bereich wurde bisher für den terrestrischen Rundfunk DVB-T verwendet und bereits bei der Frequenzauktion durch die Bundesnetzagentur im Jahr 2015 versteigert.
Zu beachten ist jedoch, dass alle Netzbetreiber im UHF-Band (Ultra High Frequency) jeweils nur über ein gepaartes Spektrum von 2 x 10 MHz verfügten, was die Möglichkeiten für erreichbare Maximalgeschwindigkeiten limitiert. Mit dem Frequenzbereich ist die halbe LTE-Datenübertragungsrate mit 75 MBit/s als maximale Datenrate möglich. Der Bereich ließe sich laut Ausrüster mit wenig Aufwand in der Fläche ausrollen.
Netzausbau mit LTE und 5G
Huawei bietet bereits seit längerer Zeit Technik an, die in einer Box 700 MHz und 800 MHz unterstützt und 4G und 5G beherrscht. Da die Frequenzen von den öffentlich-rechtlichen Sendern in den Bundesländern schrittweise geräumt wurden, hätten die Netzbetreiber schon seit Langem LTE oder neuerdings 5G mit 700-MHz-Frequenzen anbieten können. Die Deutsche Telekom hat die Nutzung der 700-MHz-Frequenzen im Februar 2019 bei der Bundesnetzagentur beantragt. Die Telekom hofft auf die Nutzung der Frequenzen bis Mitte dieses Jahres.
Vodafone will den Bereich für den weiteren Breitband-Netzausbau und die Schließung von Funklöchern einsetzen. Bis Ende dieses Geschäftsjahres will der Netzbetreiber insgesamt 5.500 LTE-Bauprojekte realisieren, von denen mehr als 1.500 bereits umgesetzt wurden.
Laut Angaben einer Studie im Auftrag der Grünen erreichte Vodafone im Mai 2018 einen Versorgungsgrad von 87 Prozent der Fläche Deutschlands, die Telekom 93 Prozent und die Telefónica nur 66 Prozent. Nach dem Start der Funkloch-App der Bundesnetzagentur im Oktober 2018 wurden in einem Dreimonatszeitraum vom 30. Oktober bis zum 31. Januar 64,4 Millionen Messpunkte erfasst. Dabei gab es in 599.558 Fällen "kein Netz" .
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