700 MHz und 1800 MHz: Telefónica baut auch 5G auf dem Lande aus

Bisher hat Telefónica 5G fast nur im C-Band errichtet. Jetzt geht es auf dem Land auch ans Dynamic Spectrum Sharing.

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Im C-Band mit angezogener Handbremse
Im C-Band mit angezogener Handbremse (Bild: Telefonica)

Telefónica beginnt nun auch auf dem Land 5G auszubauen. Das gab das Unternehmen am 13. Dezember 2021 bekannt. Der Anbieter hat bereits die ersten rund 2.000 5G-Antennen livegeschaltet, die auf den Frequenzen 700 MHz und 1.800 MHz funken.

Bei 1.800 MHz setzt O2 auf die bei 5G in Deutschland vorwiegende Dynamic Spectrum Sharing-Technologie, die 4G und 5G kombiniert. 5G auf LTE-Frequenzen kann zwar in kurzer Zeit eine große Fläche versorgen, ist aber in dieser Variante nicht schneller als LTE. Das langsamere 5G, das Netzbetreiber in Deutschland zusammen mit LTE großflächig anbieten, verlangt zudem viel Kapazität für das Dynamic Spectrum Sharing (DSS). Laut dem Mobilfunkexperten und Buchautor Martin Sauter, der Senior Project Manager bei der Telekom ist, gehen bei DSS 30 Prozent für Signalisierung ab, weil der gleichzeitige Betrieb von LTE und 5G Kapazitäten in der Funkzelle benötigt.

Telefónica drosselt das schnelle 5G

Bislang hat sich Telefónica auf den Ausbau in den Städten konzentriert. Gegenwärtig funken bereits rund 3.900 5G-Antennen auf der 3,6 GHz-Frequenz. Das echte 5G-Netz gibt es für O2-Kunden in Städten wie Berlin, München, Hamburg, Düsseldorf, Essen, Köln, Stuttgart, Mainz, Frankfurt, Wiesbaden, Hannover oder Leipzig.

Nur im Bereich 3,6 GHz hat 5G tatsächlich auch 5G-Eigenschaften mit Datenübertragungsraten von 1 GBit/s und mehr.

Geboten wird jedoch von Telefónica nur eine Datenrate von maximal 300 MBit/s und bis zu 50 MBit/s im Upload, hier wäre mehr möglich. Offenbar regelt Software die Datenrate herunter. "Tarifseitig können unsere Kunden aktuell mit bis zu 500 MBit/s im O2-Netz surfen. Seit Mai 2021 steht unseren Kunden dafür der neue O2 Free Unlimited Max mit bis zu 500 MBit/s in unserem 4G- und 5G-Netz zur Verfügung", sagte Unternehmenssprecher Florian Streicher Golem.de im Mai 2021 auf Anfrage.

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