70 Milliarden Dollar: Arm-Börsengang soll einer der größten seit Uber werden

Chipdesigns des britischen IP-Providers stecken in fast jedem Smartphone und vielen weiteren Produkten. Die Einschätzungen zum Börsenwert sind entsprechend hoch.

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Die Arm-Firmenzentrale in Cambridge, England
Die Arm-Firmenzentrale in Cambridge, England (Bild: Martin Böckmann/Golem.de)

Wenn Arm im Herbst an die Börse geht, könnte dies einer der größten Tech-Börsengänge der letzten zehn Jahre werden. Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg wird der Konzern derzeit zwischen 60 und 70 Milliarden US-Dollar bewertet. Die Firma ist profitabel und macht Milliardenumsätze, eine höhere Bewertung schließen Insider deshalb auch nicht aus.

Damit wäre dies der größte Börsengang eines Technologieunternehmens, seit Uber 2019 an die Börse ging. Damals war der Fahrdienstvermittler, welcher zu dieser Zeit außerdem ein Projekt für autonomes Fahren unterhielt, mit 82 Milliarden US-Dollar bewertet worden. Uber gehörte damals, wie auch Arm heute, zum japanischen Softbank-Konzern.

Arm hat seinen Firmensitz im englischen Cambridge und ist als sogenannter IP-Provider (Intellectual Property) einer der wichtigsten Zulieferer für eine Reihe weiterer Technologiekonzerne, darunter praktisch alle Hersteller für Smartphone-Prozessoren. Zudem ist Arm-IP häufig in IoT-Geräten und im Automobilsektor zu finden. Die flexiblen und meistens sehr effizienten Chipdesigns werden immer häufiger auch für Serverchips und im KI-Bereich verwendet.

Ein Übernahmeversuch von Nvidia ist gescheitert

Zuletzt versuchte Softbank, das Unternehmen direkt an Nvidia zu verkaufen. Der Deal scheiterte jedoch an den Regierungsbehörden. Man befürchtete, dass der Einfluss von Nvidia durch den Zukauf eines CPU-Unternehmens zu stark würde, vor allem weil die Entwicklung für eigene Zwecke über die Interessen der bisherigen Kunden gestellt werden könnte. Behörden in Großbritannien befürchteten außerdem, dass Arbeitsplätze in England wegfallen würden.

Gerade der KI-Boom, der Nvidia zu so hoher Marktmacht verhalf, dass die Regulierungsbehörden hier Probleme sahen, könnte nun Arm selbst bei der Bewertung zugutekommen. Nach dem bisher bekannten Zeitplan soll der Börsengang noch in diesem Herbst an der New Yorker Wall Street erfolgen, entsprechende Unterlagen dazu hatte Softbank dort bereits im Mai eingereicht.

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peterdork 05. Aug 2023

Amerikaner???

Sandeeh 05. Aug 2023

Man darf gespannt sein, sich ARM in Zukunft weiter entwickelt: "Kurz vor dem Börsengang...

Sharra 05. Aug 2023

Im Gegensatz zu ARMs Plänen, nur noch fertige Designs zu verkaufen, darf man bei RISC V...



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