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7 Milliarden Dollar Verlust: Intel entlässt Mitarbeiter wegen schlechter Zahlen

Intel muss aufgrund der enttäuschenden Ergebnisse einige Sparmaßnahmen einleiten. Davon sind auch Mitarbeiter betroffen.
/ Oliver Nickel
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Intel muss einige Leute entlassen. (Bild: Pixabay.com)
Intel muss einige Leute entlassen. Bild: Pixabay.com / Pixabay-Inhaltslizenz

Nachdem Intel Investoren durch schlechte Verkaufszahlen enttäuschte – laut eigenen Aussagen hat Intel Foundry im vergangenen Jahr 7 Milliarden US-Dollar Verlust gemacht -, wird das Unternehmen erneut einige Teile der Belegschaft entlassen. Das berichtet das Techmagazin CRN. "Intels Sales- und Marketinggruppe hat einige Veränderungen ihrer Organisationsstruktur bekanntgegeben" , sagt Intel dem Magazin(öffnet im neuen Fenster) .

Den Plänen zufolge müssen mehrere Menschen in den Bereichen Sales und Marketing das Unternehmen verlassen. Intel nannte allerdings keine genauen Zahlen. Es sollen wohl erst einmal nur Mitarbeiter in Nordamerika davon betroffen sein. Andere Standorte bleiben davon erst einmal unberührt. Stellenstreichungen wie diese sind zudem nicht unerwartet, nachdem Intel durch die letzten veröffentlichten Zahlen Investoren nicht überzeugen konnte.

Es scheint, als sei der Stellenabbau Teil einer größeren Strategie: Intel Foundry soll in naher Zukunft zu einem eigenständigen Subunternehmen werden, das in Konkurrenz zu anderen großen Konzernen wie TSMC und Samsung treten kann.

Gewinne in mehreren Jahren erwartet

"Intel Foundrys Verluste werden im Jahr 2024 ihren Spitzenwert erreichen" , sagte das Unternehmen in einem Call mit Investoren. Laut CEO Pat Gelsinger sollen erst im Jahr 2027 wieder wirkliche Gewinne erwirtschaftet werden. Der Aktienwert ist in der letzten Woche durch all diese Ankündigungen um fast zwölf Prozent gesunken. Bisher ist keine Besserung des Kurses abzusehen.

Ab dem Jahr 2030 soll sich das ändern. Zunächst will Intel erst einmal überall schwarze Zahlen schreiben. Das Unternehmen erwartet durch die Umstrukturierung eine Gewinnerhöhung von 30 Prozent nach Steuern und Abzügen in den darauffolgenden Jahren.

Bis dahin kann noch viel auf dem Chipmarkt passieren.


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