6Wunderkinder: Entwickler möchte Wunderlist von Microsoft zurück

Zwischen 100 und 200 Millionen US-Dollar hat Microsoft für die in Berlin programmierte To-do-App Wunderlist bezahlt. Nun möchte einer der Entwickler die Anwendung zurückhaben.

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Logo von Wunderlist
Logo von Wunderlist (Bild: Golem.de/Peter Steinlechner)

Im Juni 2015 hat Microsoft für eine Summe zwischen 100 und 200 Millionen US-Dollar das Berliner Start-up 6Wunderkinder mitsamt deren Aufgabenverwaltung Wunderlist gekauft. Nun möchte Christian Reber, der die Anwendung unter anderem mit Frank Thelen (TV-Sendung: Die Höhle der Löwen) entwickelt hat, sie zurück. Das schreibt Reber in einem Beitrag auf Twitter, in dem er unter anderem Microsoft-Chef Satya Nadella direkt anspricht.

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Hintergrund ist, dass Microsoft schon länger damit beschäftigt ist, Wunderlist einzustellen. Stattdessen will der Konzern eine eigene Aufgabenliste namens To-Do vermarkten, in die einige Elemente aus Wunderlist einfließen. Die erste Version von To-Do wurde 2017 vorgestellt, die für mehrere Plattformen verfügbare Anwendung ist Teil der abobasierten Office-365-Suite. In der Software erstellte Aufgaben werden demnach mit anderen Terminkalendern etwa in Outlook synchronisiert.

Noch ist Wunderlist verfügbar, das Programm hat auch noch eine große Fangemeinde. Wie lange das Programm noch aktualisiert wird, hängt vermutlich schlicht vom Zustand von To-Do ab. Noch ist die Microsoft-eigene Aufgabenverwaltung längst nicht fertig, Termine liegen nicht vor. Eine der größeren Herausforderungen für das Team ist es laut einem Bericht von The Verge, das nicht mehr wie bei Wunderlist die Amazon Web Services als Cloud dienen können, sondern Azure von Microsoft.

Wie wahrscheinlich es ist, dass Microsoft sich wieder von Wunderlist trennt - unklar. Spontan erinnert uns der Fall an Bungie, die nach ihrem Kauf durch Microsoft nach einigen unzufriedenen Jahren ja auch wieder in die Selbständigkeit durften. Das Hauptprodukt des Studios, nämlich das Actionspiel Halo, blieb allerdings bei dem Konzern.

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Erstaunlicherweise haben die großen Technikkonzerne immer wieder Schwierigkeiten, etwas auf den ersten Blick so Simples wie gute Aufgabenverwaltungen zu veröffentlichen. Google kämpft schon länger immer wieder mit Schwierigkeiten bei Tasks, und auch Erinnerungen von Apple haben seit Jahren mit Synchronisationsproblemchen und einer schlechten Benutzeroberfläche zu kämpfen - in iOS 13 soll die App durch ein neu entwickeltes Programm ersetzt werden.

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1ras 09. Sep 2019

Besonders im Fall WhatsApp ist deine These schon offensichtlich nicht zutreffend, da das...

1ras 09. Sep 2019

Frei nach dem Motto: Wenn du nicht weißt was die Ware ist, bist du die Ware!

a user 09. Sep 2019

Hmm, ich hab eingentlich alles das immer auf meinem Handy gehabt, mit verschiedenen...

devarni 09. Sep 2019

Ich habe mir gerade mal aktuelle Aufgabenplanungen angeschaut. Egal ob TickTick, Todoist...



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