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6DoF Blaster im Hands on: Wenn die Nerf-Gun nicht mehr reicht

CES 2018
Merge VR hat eine Pistole vorgestellt, mit der Nutzer zusammen mit einem aufgesteckten Smartphone einen VR -Shooter spielen können. Wir haben die Nerf-Gun für Fortgeschrittene ausprobiert – und sind überrascht, wie gut das Tracking funktioniert und wie gering die Latenz der Knöpfe ist.
/ Tobias Költzsch
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Der 6DoF Blaster von Merge VR (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Der 6DoF Blaster von Merge VR Bild: Martin Wolf/Golem.de

Nicht nur Kinder spielen gern mit Nerf-Guns, auch Golem.de-Redakteure beschießen sich mit Schaumstoffpfeilen. Am Messestand von Merge VR auf der Elektronikmesse CES 2018 in Las Vegas haben wir Gleichgesinnte getroffen. Der Hersteller zeigt dort den 6DoF Blaster(öffnet im neuen Fenster) , die Variante für Fortgeschrittene.

Merge 6DOF Blaster – Hands on (CES 2018)
Merge 6DOF Blaster – Hands on (CES 2018) (00:52)

Merge VRs Kunststoffkanone bietet mit Hilfe eines aufgesteckten und drahtlos mit dem Blaster verbundenen Smartphones sowie einer eigenen App ein VR-Spiel, in dem der Nutzer virtuelle Ziele abschießen und vor deren Feuer in Deckung gehen muss. Dafür nutzt der Blaster die bei Android-Geräten und iPhones eingebauten AR-Funktionen. Entsprechend gut funktioniert das Spiel, wie wir in einem ersten Kurztest festgestellt haben.

Der Blaster hat vier Buttons: einen Feuerknopf, der wie bei einer echten Waffe als Auslöser eingebaut ist, einen Optionen-Knopf an der Hinterseite der Waffe sowie zwei weitere Bedienungsknöpfe im vorderen Haltegriff. Alle Knöpfe werden bei dem von uns gespielten Spiel genutzt.

Verschiedene Smartphones können verwendet werden

Das Smartphone, in unserem Fall ein iPhone X, wird in einen Schlitz im oberen hinteren Bereich der Waffe gesteckt. Mit einer Klammer wird das Gerät fixiert, so dass Smartphones verschiedener Größe und Dicke eingesetzt werden können.

Auf dem Smartphone spielt sich das komplette Spielgeschehen ab. Merge VR verwendete bei der Präsentation das Schlagwort AR, um Augmented Reality handelt es sich bei dem Spiel selbst allerdings nicht. Die Menüs vor dem Spielstart werden zwar in die eigentliche Umgebung eingeblendet, das Spiel selbst ersetzt die reale Welt aber komplett durch eine künstliche – wie ein VR-Headset, nur ohne Headset.

VR-Spiel erkennt Ducken und in Deckung gehen

Das uns gezeigte Trainingsspiel besteht aus einer Art Fabrikhalle, in der unsere Gegner erscheinen – allesamt Roboter, auf echte Menschen schießen wir mit dem 6DoF Blaster nicht. Das Spiel reagiert sehr gut auf unsere Bewegungen: Gehen wir in die Hocke, merken wir das auch im Spiel selbst. Auch das Hervorlehnen hinter Deckungen ist gut umgesetzt.

Dank eines Fadenkreuzes ist das Zielen einfach, allerdings ist es bei steigendem Schwierigkeitsgrad auch nötig, in Deckung zu gehen. Aus dieser können wir ziemlich real hervorlinsen, was Spaß macht – für Umstehende allerdings merkwürdig aussieht. Mit dem Optionsbutton auf der Rückseite laden wir nach, der obere vordere Button zoomt unsere Gegner heran.

Buttons reagieren direkt auf unsere Eingaben

Mit dem unteren vorderen Button können wir die Zeit verlangsamen, um bei vielen Gegnern deren gut sichtbarem Feuer auszuweichen. Dennoch ist das Spiel bei steigender Gegnerzahl nicht zu einfach.

Gut gefällt uns die nicht nennenswerte Latenz der Eingabeknöpfe. Drücken wir einen der Buttons, wird dessen Aktion sofort ausgeführt – ohne Wartezeit. Auch die Verarbeitung des Blasters ist gut. Zusammen mit einem Smartphone hat das Gerät ein gutes Gewicht, das auch bei längeren Spielesessions nicht zu schwer werden dürfte.

Fazit

Der 6DoF Blaster hat uns Spaß gemacht. Der VR-Effekt ist gut umgesetzt, die Latenz nicht wahrnehmbar, und die Reaktionen auf unsere Bewegungen sind sehr gut. Für ein Spielzeug ist das Gerät zudem gut verarbeitet.

Einen Preis für den 6DoF Blaster gibt es noch nicht. Im Sommer 2018 soll das Gerät in den USA in den Handel kommen, bis Weihnachten soll der Blaster auch in Europa erhältlich sein.


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