"Bitcoin Queen": Fast 12 Jahre Haft für Anlagebetrug mit 61.000 Bitcoin
In London wurde eine 47-jährige Frau, bekannt als "Bitcoin Queen" , zu einer Haftstrafe von fast zwölf Jahren verurteilt, weil sie von 2014 bis 2017 eine sechsstellige Anzahl chinesischer Opfer betrogen und sich selbst dadurch illegalerweise um rund 61.000 Bitcoin bereichert hat. Das berichtet Bleeping Computer(öffnet im neuen Fenster) unter Verweis auf eine Mitteilung der britischen Metropolitan Police(öffnet im neuen Fenster) .
Die 47-Jährige war den Angaben zufolge Anführerin einer Betrügerbande, die insgesamt 40 Milliarden chinesische Yuan (heute fast 5 Milliarden Euro) von mehr als 128.000 Opfern eingesammelt und versprochen hatte, dieses Geld gewinnbringend zu investieren. Dabei warb die Bande mit Renditen in Höhe von 100 bis 300 Prozent.
Nachdem die Betrugsmasche 2017 aufgeflogen war, wandelte die Frau alle Erlöse in Bitcoin um, floh nach Großbritannien und versuchte dort, die Gelder zusammen mit einem Komplizen zu waschen. 2024 gelang es Strafverfolgern aber dennoch, die Täter zu verhaften und Vermögenswerte in Form von Kryptowährungen, Gold und Bargeld zu beschlagnahmen.
Mehrjährige Haftstrafen
Der Komplize, der bei der Geldwäsche half, wurde schon im Mai 2024 zu einer Haftstrafe von sechs Jahren und acht Monaten verurteilt. Für die "Bitcoin Queen" sowie einen weiteren Komplizen fiel das Urteil erst kürzlich. Der Komplize erhielt eine Haftstrafe von vier Jahren und elf Monaten. Die Anführerin der Bande muss fast so lange ins Gefängnis wie die beiden Mittäter zusammen: Elf Jahre und acht Monate.
Die 61.000 Bitcoin sind heute rund 5,4 Milliarden Euro wert und befinden sich im Besitz der britischen Polizei. Einem BBC-Bericht(öffnet im neuen Fenster) zufolge handelt es sich nach aktuellem Kenntnisstand um die bisher größte Beschlagnahmung von Kryptowerten in der Geschichte Großbritanniens.
Was nun genau mit dem Bitcoin-Bestand passiert, ist noch unklar – ebenso wie die Frage, ob die Opfer der Betrügerbande lediglich ihre ursprünglich investierten Gelder zurückbekommen oder von der Wertsteigerung des Bitcoin profitieren können. Vermutlich wird ein Großteil der Beute aber am Ende der britischen Regierung zufallen. Wie diese weiter damit verfährt, bleibt abzuwarten.
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