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60 Jahre Star Trek: Wie Paramount ein Jubiläum an die Wand fährt

Paramount ist notorisch schlecht darin, große Star-Trek-Jubiläen zu feiern. Im Jahr des 60. Geburtstags ist das nicht anders.
/ Peter Osteried
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60 Jahre alt - aber was bringt die Zukunft? (Bild: Paramount)
60 Jahre alt - aber was bringt die Zukunft? Bild: Paramount
Inhalt
  1. 60 Jahre Star Trek: Wie Paramount ein Jubiläum an die Wand fährt
  2. Ein Jubiläum mit reichlich Abschieden

Als Star Trek 2016 seinen 50. Geburtstag gefeiert hat, ist das Franchise im Fernsehen tot gewesen. Im Kino gab es zwar Star Trek Beyond, doch der blieb vor allem auch an der Kinokasse weit hinter den Erwartungen. Der Film war der Sargnagel für die nur sieben Jahre zuvor gestartete Neuinterpretation von Star Trek durch J.J. Abrams.

Wenig später sollte Star Trek mit dem Beginn des Streaming-Zeitalters zwar wieder durchstarten, aber 2026 fühlt sich dennoch wie ein starkes Déjà-vu von 2016 an. Dabei sah anfangs alles noch recht rosig aus.

Starfleet Academy als Lebenszeichen

Im Januar startete Paramount+ die neue Serie Starfleet Academy. Und unabhängig davon, ob die Serie gefällt oder nicht: Sie war ein Lebenszeichen. Mehr noch, sie war zunächst ein Zeichen dafür, dass Star Trek sich weiterentwickelte, dass neue Projekte gestartet wurden, dass nicht der Stillstand eintrat, der nach dem Ende von Star Trek: Enterprise im Jahr 2005 herrschte.

Sicher, es war damals schon bekannt, dass Star Trek: Strange New Worlds nur noch zwei Staffeln haben würde – eine im Juli 2026; die letzte, kürzere dann nächstes Jahr. Doch jetzt ist klar: Sie wird den Schlusspunkt für eine Ära Star Trek darstellen.

Denn obwohl Starfleet Academy schon mitten in der Produktion der zweiten Staffel war, eine Comedy-Serie wurde von Tawny Newsome entwickelt, kam kurz nach dem Finale der ersten Staffel die Ankündigung, dass die Serie nach zwei Staffeln eingestellt wird.

Ein bisschen Leichenfledderei

Nun befinden wir uns also mitten im Jahr des großen 60. Jubiläums von Star Trek. Und bisher ist nur bekannt: Zwei Staffeln eingestellter Serien kommen noch.

Star Trek ist noch nicht tot (und wird auch nie tot sein), aber im Dämmerschlaf ist es schon. Wenn nächstes Jahr die letzten Folgen laufen werden, ist längst alles abgewickelt. Sets und Props werden von Paramount schon versteigert.

Ein weiterer Film mit der Chris-Pine-Crew war zunächst angekündigt gewesen, wurde aber ebenfalls eingesackt. Seit Paramount von Skydance gekauft wurde und der Donald-Trump-Freund David Ellison vorsitzt, ist davon keine Rede mehr. Auch von dem Ursprungsfilm, den Todd Haynes machen sollte, hört man nichts mehr.

Stattdessen heißt es nun, Star Trek solle groß ins Kino zurückkehren. Dabei war Kino für Star Trek immer nur ein Nebenprodukt. Star Trek ist Fernsehen, das zeigt schon die pure Masse von fast 1.000 Episoden im Vergleich zu gerade einmal 13 Filmen (14, wenn man Section 31 dazuzählen möchte).


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