5G: Telekom will unbedingt 6 GHz-Bereich für den Mobilfunk

Auf dem IMT Spectrum Forum in Barcelona wollen alle nur das eine: den 6-GHz-Frequenzbereich für 5G. Die Deutsche Telekom war am lautesten.

Artikel veröffentlicht am ,
Der Cheflobbyist der Deutschen Telekom für Frequenzen
Der Cheflobbyist der Deutschen Telekom für Frequenzen (Bild: Screenshot: Achim Sawall)

Die Deutsche Telekom, Telefónica und Vodafone wollen in Zukunft Zugriff auf den 6-GHz-Frequenzbereich haben. Darin waren sich die Sprecher der drei Netzbetreiber auf dem 6 GHz 5G/IMT Spectrum Forum am 1. März 2022 in Barcelona einig. "Wir müssen das haben, zusätzliches Mid-Spektrum ist wichtig", sagte Jan-Hendrik Jochum, Vice President Spectrum Policy & Projects bei der Telekom. Er fand von allen Rednern die dramatischsten Worte für den neuen Frequenzbedarf bei 6.425 bis 7.125 MHz.

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"Europa fällt weiter hinter die US-Industrien zurück, weil dort die Regulierung viel investitionsfreundlicher ist", betonte Jochum. "6-GHz, das ist die einzige Ressource, die das Problem für uns lösen kann. Wenn wir nicht wenigsten einen Teil kriegen, wird Europa nicht konkurrenzfähig sein."

Technisch sei es wichtig, weil im Mid-Band bei einer höheren Abdeckung auch eine sehr hohe Datenrate zu erreichen sei. Dies sei die "einzige Möglichkeit, um die EU-Ziele bei der Connectivity zu erreichen". Der Bereich ergänze zudem den 5G-Ausbau im C-Band. Der Bereich 3,8 bis 4,2 sei bereits durch Incumbents blockiert.

Laut Roberto Rodriguez, Head of Spectrum Strategy bei Telefónica "drängt man die Regierungen und Behörden, das obere Band bei 6.425 bis 7.125 MHz bis zum Jahr 2030 für öffentliche Mobilfunknetzwerke freizugeben". Dies sei ein WRC-23-Thema und eine Frage der internationalen Übereinkunft, betonte Rodriguez. "500 MHz für WiFi ist genug." Die untere Hälfte (5.925 - 6.475 MHz) steht in der EU für Wi-Fi zur Verfügung. WRC-23 steht für die World Radiocommunication Conference, die vom 20. November bis 15. Dezember 2023 in den Vereinigten Arabischen Emiraten stattfinden soll.

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Santiago Tenorio, Fellow and Network Architecture Director bei Vodafone, schloss sich seinen Vorrednern an und betonte den Bedarf bei 6 GHz. Der Netzbetreiber hatte die Diskussion schon im vergangenen Jahr begonnen. Auch die Redner von Nokia und Huawei vertraten den gleichen Standpunkt

Offenlegung: Golem.de hat auf Einladung von Huawei an der Veranstaltung teilgenommen. Die Kosten für Anreise und Übernachtung wurden zur Gänze von Huawei übernommen. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben seitens Dritter.

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WinnieW 02. Mär 2022

Wieviel MHz Bandbreite im 6 GHz Frequenzband in Deutschland für WLAN genutzt werden darf...

Sharra 02. Mär 2022

Da die Geräte grundsätzlich ja sowieso mit mehreren Frequenzbändern arbeiten können...

Sharra 02. Mär 2022

Warum? Weils die Telekom ist? Oder weil du das sagst? Ich hab gehört wenn das ein R...

tritratrulala 02. Mär 2022

...sind die Mobilfunkanbieter auch immer sehr laut, fordern viel und wollen am liebstes...



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