5G: Telekom will GSM-Netz zusammenstreichen
Die Deutsche Telekom will nicht mehr so viel 900-Megahertz-Bandbreite für 2G einsetzen.
Die Deutsche Telekom will das Frequenzspektrum von ihrem GSM-Netz bald für die Verbesserung des 5G-Netzes einsetzten. Das sagte der Technikchef der Telekom Deutschland, Walter Goldenits, am 30. August 2021. "Wir haben 10 MHz für GSM im Einsatz, und wir möchten so viel wie möglich an 5G umschichten." Goldenits hatte bereits in der vergangenen Woche ähnlich argumentiert.
Als einziger Netzbetreiber hatte die Telekom für ihr GSM-Netz (2G) bei 900 Megahertz im Jahr 2017 eine Bandbreite von 15 MHz zur Verfügung. "Aktuell nutzen wir 10 MHz der Frequenzen um 900 MHz für GSM und 5 MHz für LTE. Für 5G wird derzeit kein Spektrum aus diesem Bereich eingesetzt", sagte Telekom-Sprecher Niels Hafenrichter.
Das GSM-Netz geht auf das Jahr 1992 zurück. Darüber bieten die deutschen Netzbetreiber bis heute fast flächendeckende Telefonie an. Laut Goldenits läuft die "Sprachtelefonie im Netz der Telekom zum größten Teil mit Voice over LTE (VoLTE)". Wie genau ein Umbau der Frequenzen ablaufen soll, könne Goldenits noch nicht sagen. "Ich will hier nicht vorpreschen", erklärte der Technikchef.
Die Planungen seien aber nicht für die ferne Zukunft gemacht, sondern das Refarming werde "in den kommenden 12 bis 14 Monaten umgesetzt", betonte Goldenits.
Goldenits: 5G SA ist technische Spielerei
Echtes 5G auf dem 3,6 GHz Frequenzband sei jetzt bei der Telekom in rund 60 Städten verfügbar. Über 2.400 Antennen an insgesamt rund 800 Standorten bieten 5G. Neu hinzugekommen sind die Städte Bad Tölz, Gießen, Göttingen, Leverkusen, Mainz, Münster, Oberhausen, Recklinghausen, Regensburg, Wuppertal und Antennen in den Kreisen Mayen-Koblenz, Merzig-Wadern, Mettmann, im Rhein-Sieg-Kreis und im Rheinisch-Bergischen Kreis. Zusätzlich hat die Telekom auch in Städten, die bereits eine 5G-Versorgung auf der 3,6-GHz-Frequenz haben, weitere Standorte in Betrieb genommen.
"Wir nutzen die Technologien so, dass unsere Kunden den höchsten Mehrwert haben", erläuterte Goldenits. Auch das Thema 5G Stand Alone verfolge die Telekom weiter. "Derzeit betreiben wir in vier deutschen Städten Stand-Alone-Standorte", sagte der Technikchef. Man sei sich aber bewusst, dass mit 5G SA im Live-Netz die Nutzer erst einmal einen Rückgang bei der Datenübertragungsrate erlebten. Bisher wurden Datenraten von 1 GBit/s und mehr aggregiert mit den 4G-Kapazitätsbändern erreicht. 5G SA sei "eine technische Spielerei", die nur Experten "bereits ausprobieren wollen", meinte Goldenits.
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Und, das können sie doch weiterhin, nur eben mit weniger Bandbreite, was auch nicht...
Da muss ich Simon komplett zustimmen, die Telekom war mal der Klassenprimus was...
Die Frequenz bleibt doch erhalten und da wo man jetzt GSM-Empfang hat, hat man dann...
Also mit meinem iP11 habe ich im städtischen Bereich von Münster regelmäßig 170MBit/s...