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5G: Telekom und Huawei demonstrieren Rekord-Datenübertragung

Telekom und Huawei haben heute in Bonn 70 GBit/s im Mobilfunk übertragen. Mit Focal-Array-Technologie, die sich auch auf Metamaterialien stützt, seien Bleistift-förmige Richtstrahlen zwischen der Antennengruppe und den Geräten der Kunden erzeugt worden.
/ Achim Sawall
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Technikchef Bruno Jacobfeuerborn (links) und 5G-Chefarchitekt Rachid El Hattachi (Bild: Deutsche Telekom)
Technikchef Bruno Jacobfeuerborn (links) und 5G-Chefarchitekt Rachid El Hattachi Bild: Deutsche Telekom

Die Deutsche Telekom und Huawei haben am 17. Februar 2016 in Bonn bei einer 5G-Demonstration einen Übertragungsrekord erzielt(öffnet im neuen Fenster). Beim Live-Versuch mit Millimeter-Wellen-Technologie seien bis zu 70 GBit/s erreicht worden, berichten die Unternehmen. Diese Multi-Richtstrahl-Technologie könne in Gebäuden und an stark bevölkerten Orten für eine sehr leistungsfähige Anbindung sorgen.

"Wir haben nun das Potenzial von Millimeter-Wellen-Multi-User MIMO als 5G-Innovation für besonders anspruchsvolle Szenarios unter Beweis gestellt", sagte Bruno Jacobfeuerborn, Technikchef der Telekom. Genutzt wurde das 73-GHz-Millimeter-Wellen-Frequenzband (mmWave).

Die verwendete Multi-Richtstrahl-Technologie nutzte Metamaterial-Antennen. Die kleinen Miniaturantennen erlaubten eine hohe Richtstrahl-Leistung. "Wenn man durch den Strahl läuft, nimmt die Performance kurz ab, das habe ich ausprobiert." Es gebe aber keinen Abbruch, sagte Telekom-Sprecher Christian Fischer Golem.de auf Anfrage.

"Mit Hilfe von Focal-Array-Technologie, die sich auch auf Metamaterialien stützt (MMFA), werden Bleistift-förmige Richtstrahlen zwischen der Antennengruppe und den Geräten der Kunden erzeugt. Diese können zur selben Zeit, auf derselben Frequenz senden und empfangen, unterscheiden sich jedoch durch ihre Strahlensignaturen", erklärte der 5G:haus-Bereich der Telekom.

Die mmWave Multi-User MIMO Technologie könne jedem der damit verbundenen Nutzer Verbindungsraten von 20 GBit/s zur Verfügung stellen. Die Millimeter-Wellenbänder seien als komplementäres Spektrum zu den darunter liegenden Frequenzbändern genutzt worden.

Wen Tong, 5G-Chefentwickler und Huawei Wireless CTO erklärte, dass so "Glasfaser-ähnliche Geschwindigkeiten für den mobilen Breitbandzugang erreicht" würden.


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