5G: Telekom informiert Regierung über Huawei-Zusammenarbeit

Die Telekom will beim 5G-Ausbau nicht länger abwarten, bis die Bundesregierung sich endlich zu Huawei festlegt.

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5G-Ausrüstung von Huawei
5G-Ausrüstung von Huawei (Bild: Huawei/ Screenshot: Golem.de)

Die Deutsche Telekom hat das Bundesinnenministerium darüber informiert, dass sie ihre Zusammenarbeit mit dem chinesischen Technologiekonzern Huawei intensivieren will. Die Telekom habe mitgeteilt, dass sie ihr selbstauferlegtes Moratorium nicht mehr einhalten werde, hat das Handelsblatt aus Regierungskreisen erfahren. Das Innenministerium sehe diese Entscheidung "kritisch".

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Im Dezember 2019 hatte die Telekom erklärt, angesichts der US-Kampagne gegen Huawei und dem Streit der Koalition um die Sicherheitskriterien für den neuen Mobilfunkstandard vorerst keine neuen Verträge über Lieferungen von 5G-Komponenten abschließen zu wollen. Die Benachrichtigung der Bundesregierung, dass diese Zusage nicht mehr gelte, fällt mit der Ankündigung der Telekom zusammen, den Netzausbau zu beschleunigen. Entsprechend groß ist der Bedarf an Antennen, Basisstationen und anderen Netzbauteilen. "Die nächsten Schritte erfordern dann aber auch neue Verträge mit den Herstellern", sagte ein Telekom-Sprecher dem Handelsblatt. "Ohne Upgrade der bestehenden Mobilfunk-Infrastruktur werden wir kein schnelles 5G in Deutschland bekommen."

Bisher hatte die Telekom nur eingeräumt, bestehende Rahmenverträge zu nutzen, Restbestände zu verbauen und mit Softwareupgrades schon verbaute Komponenten auf 5G umzurüsten. Mit der Aufkündigung ihres Beschaffungsmoratoriums ergeben sich für die Telekom deutlich größere Spielräume. Wie das Handelsblatt aus Branchenkreisen erfahren hat, soll es in diesen Tagen ein hochrangiges Treffen zwischen beiden Unternehmen geben. Das Thema sei der 5G-Ausbau.

Die Telekom habe sich bereits in fortgeschrittenen Gesprächen befunden, um Huawei als Hauptlieferanten für 5G-Technik beizubehalten, als die Verhandlungen wegen des politischen Drucks eingefroren worden seien, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters im Dezember 2019 mit Berufung auf drei mit der Angelegenheit vertraute Quellen berichtet. Huawei sollte demnach 70 Prozent der Funkausrüstung zu einem Preis von 533 Millionen Euro (587 Millionen US-Dollar) liefern.

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