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5G: Schweden verbietet Huawei, ZTE und andere Ausländer

Schwedens Regulierungsbehörde schließt bei 5G Ausrüster aus. Damit wird ein Lex Ericsson erlassen.

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Huawei Research Center in Schweden: Hier wurde Single RAN weitgehend entwickelt
Huawei Research Center in Schweden: Hier wurde Single RAN weitgehend entwickelt (Bild: Huawei)

Schwedens Regulierungsbehörde hat allen Teilnehmern der 5G-Auktion im November vorgeschrieben, bis zum Jahr 2025 Ausrüstung von Huawei und ZTE in "zentralen Funktionen" ihres bestehenden Netzwerkes auszubauen. Das gab die Post and Telecom Authority (PTS) am 20. Oktober 2020 bekannt. Dabei hat der Regulierer "zentrale Funktionen" mit Kernnetz und Radio Access Network (RAN) bestimmt, also das gesamte Netzwerk.

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Die Regierung Löfven II ist seit dem 21. Januar 2019 im Amt, eine Koalition von Sozialdemokraten und Grünen. Doch Schweden arbeitet traditionell eng mit den Geheimdiensten in den USA zusammen. In Ausrüsterkreisen wird von einem "Lex Ericsson" gesprochen, hat Golem.de erfahren. Es sind keine zentralen Funktionen im Netzwerk mehr zulässig, die "von Personal oder Funktionen im Ausland abhängig sind", was auch Nokia oder Samsung betreffen könnte, aber nicht muss. Der künftige Alleinausrüster Ericsson und die Netzbetreiber müssen also Overlay-Netze bauen, die oberhalb existierender Infrastruktur agieren.

Die Entscheidung der PTS sei in "Absprache mit den schwedischen Streitkräften und dem Swedish Security Service erfolgt, um Schwedens Sicherheit keinen Schaden zuzufügen".

Bei der Auktionen geht es um das 3,5-GHz- und 2,3-GHz-Band, sie ist für den 10. November 2020 geplant. Es werden laut 5G.NRW Competence Center bis zu 15 landesweite Konzessionen im 3,5 GHz-Band (3400 MHz -3720 MHz) versteigert, die maximal 320 MHz an Frequenzen umfassen. Eine Konzession erhält 40 MHz-Frequenzen, während die 14 anderen nur 20 MHz haben werden. Das Mindestgebot beträgt 100 Millionen SEK (9,4 Millionen Euro), insgesamt geht es um 1,5 Milliarden SEK (140,3 Millionen Euro).

Bis zu 80 MHz werden im 2,3 GHz-Bereich angeboten, aufgeteilt in acht landesweite Konzessionen, mit einem Mindestpreis von 20 Millionen SEK (1,9 Millionen Euro) pro Lizenz, insgesamt also 160 Millionen SEK (15 Millionen Euro). Die PTS plant auch die Zuteilung von 24,25 bis 25,1 GHz Frequenzen zum Jahr 2021.

Die von der umstrittenen US-Regierung aufgebrachten Spionagevorwürfe gegen Huawei wurden nicht mit Beweisen belegt. Das Unternehmen betonte, man sei "überrascht und enttäuscht über die Lizenzbedingungen für die Teilnahme von Betreibern an den heute von der schwedischen PTS vorgestellten Auktionen bei 3,5 GHz und 2,3 GHz." Huawei werde die Auswirkungen der Entscheidung der PTS sorgfältig abwägen, was darauf hindeutet, dass das Unternehmen sich gegen den Ausschluss juristisch wehren dürfte.

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M.P. 22. Okt 2020 / Themenstart

Manchmal sind auch die "Beweise" umstritten... Man denke nur an Colin Powells denkwürdige...

Erich12 21. Okt 2020 / Themenstart

Die Anstalt hat zu jeder Sendung einen ausführlichen Faktencheck. Ich gebe zu, ihn nicht...

grutzt 21. Okt 2020 / Themenstart

Nicht die Bevölkerung. Die ist nur dumm genug, kein Problem mit der Wahl feindlicher...

chefin 21. Okt 2020 / Themenstart

Deswegen das Vieleicht im Satz das Ericcson als Alleinausrüster da steht. EU-Mässig...

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