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Ausreißer Italien und Vergaben in der EU

Um es vorwegzunehmen: Derart lange und aufgeregte Debatten rund um die Vergabe erster Frequenzanteile für den Standard wie hierzulande gibt es fast nirgendwo auf der Welt.

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Einige Regierungen teilen freiwerdendes und für 5G geeignetes Spektrum den Netzbetreibern vor Ort einfach zu, verknüpft mit mehr oder weniger umfassenden Ausbauvorschriften. Findet ein Bieterprozess rund um einschlägige Frequenzen statt, fallen die Erlöse in der Regel deutlich bescheidener aus - selbst wenn man sie ins Verhältnis setzt zum vergleichsweise großen Telekommunikationsmarkt hierzulande.

Ausreißer ist Italien, wo der Staat von den vier nationalen Netzbetreibern Anfang Oktober 6,55 Milliarden Euro bekam. Dafür erhielten die Mobilfunker aber auch vergleichsweise große Blöcke in den Bereichen 700 MHz, 3,6 GHz sowie 26 GHz. Vodafone-Chef Nick Read vermisste im Anschluss eine gesunde Balance zwischen den finanziellen Forderungen des Staates und den nötigen Investitionen in die Mobilfunktechnik.

EU: Pionierbänder für 5G sind koordiniert

Die aktuellen internationalen Vergabe- und Auktionsrunden sind recht unterschiedlich gefasst. Gerne wird zwar - wie hierzulande - in vielen Nationen der Bereich rund um 3,6 GHz für 5G favorisiert. Das ist das klassische Mobilfunkspektrum, zu dem in den vergangenen Jahren niedriger angesiedelte Flächenfrequenzen aus dem Rundfunksektor hinzukamen, die durch die Digitalisierung des vormals analogen Senders frei wurden. Die USA etwa setzen aber für 5G auf den Bereich rund um 30 GHz, in dem auch die Mikrowelle strahlt. Dieser ist sehr kapazitätsstark, hat aber eine geringe Reichweite.

Die EU, in der bisher rund die Hälfte der Mitgliedstaaten Frequenzen für 5G versteigert haben, hat ebenfalls Pläne in diese Richtung. Die Kommission hat dazu Mitte Mai einen Plan zur Harmonisierung des 26-GHz-Frequenzbandes für drahtlose Netze angenommen. Sie sprach in diesem Zusammenhang von einem "weiteren großen Schritt hin zur europaweiten Einführung des schnellen mobilen Internets" mit 5G. Mit der Entscheidung hat die Brüsseler Regierungsinstitution zugleich die EU-weite Koordinierung aller drei auf mobile Datenverbindungen ausgerichteten Pionierbänder (700 MHz, 3,6 GHz und 26 GHz) abgeschlossen, die für die 5G-Einführung erforderlich sind.

Diese Harmonisierung der Funkfrequenzwellen ist laut der Kommission die Basis für grenzüberschreitende drahtlose Kommunikationsdienste und legt gemeinsame technische Bedingungen für die Nutzung dieser Bänder fest. Insbesondere von der Verfügbarkeit des 26-GHz-Bandes verspricht sich die Exekutivinstanz bessere Bedingungen für den Start innovativer Dienste wie hochauflösende Videokommunikation sowie Virtual und Augmented Reality.

Die Harmonisierung des 26-GHz-Bandes muss in allen Mitgliedstaaten bis Ende März 2020 abgeschlossen sein, während die effektive Nutzung von mindestens 1 GHz dieses Spektrums dem Plan zufolge spätestens Ende 2020 erfolgen soll. Die bessere Frequenzkoordination wird nach Angaben der Kommission zusammen mit dem neuen Regulierungspaket für die "elektronische Kommunikation" dazu beitragen, "den künftigen Konnektivitätsbedarf der europäischen digitalen Wirtschaft und Gesellschaft zu decken".

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SJ 27. Jun 2019

Auch in der Schweiz wird versteigert: https://www.admin.ch/gov/de/start/dokumentation...

senf.dazu 19. Jun 2019

.. wär ob es eine Korrelation zwischen dem Grad des Aubaus des Glasfasernetzes...

Computer_Science 17. Jun 2019

Provider / Mobilfunkanbieter brauen in anderen Ländern die Netze wenigstens vernünftig...

Kleba 16. Jun 2019

Also wenn ich bei Speedtest.net die Standard-Einstellungen bestehen lassen, komme ich auf...

Trockenobst 16. Jun 2019

Ich habe in einer dieser Firmen gearbeitet, wo im Eingangsbereich Müllmaterialien seit 3...


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