5G: Nokia und Honor einigen sich im Patentstreit

Nokia hat seine Patentrechte gegen Honor durchgesetzt. Jedes Gerät, das mit einem Mobilfunknetz verbunden sei, nutze automatisch das geistige Eigentum von Nokia, sagte ein Sprecher.

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Manager von Honor im Jahr 2019, damals noch eine Huawei-Submarke
Manager von Honor im Jahr 2019, damals noch eine Huawei-Submarke (Bild: TOLGA AKMEN/AFP via Getty Images)

Nokia hat mit dem chinesischen Smartphonehersteller Honor eine gegenseitige Patentlizenzvereinbarung unterzeichnet. Das gab der finnische Mobilfunkausrüster am 4. Januar 2024 bekannt. Abgedeckt sind dabei Kernentwicklungen im Bereich 5G und weitere Mobilfunktechnologien.

"Dies ist die vierte große unstrittige Smartphonevereinbarung, die Nokia in den vergangenen zwölf Monaten abgeschlossen hat", sagte Susanna Martikainen, Director Mobile Device Licensing. Angaben zum finanziellen Volumen wurden nicht gemacht.

Nokia stellt selbst keine Smartphones mehr her. Unternehmenssprecher Steven Bartholomew sagte Golem.de auf Anfrage: "Wir besitzen einen führenden Anteil an Standard-Essential-Patenten in jeder Generation der Mobilfunkstandards."

Diese Entwicklungen seien in die Standards eingeflossen und müssten genutzt werden, "damit ein Gerät oder ein Dienst diesen Standards entspricht. In der Praxis bedeutet dies, dass jedes Gerät, das mit einem Mobilfunknetz verbunden ist, automatisch das geistige Eigentum von Nokia nutzt, eine Lizenz und eine Lizenzgebühr erfordert."

Die Smartphones von Oppo und OnePlus dürfen im deutschen Einzelhandel nicht mehr verkauft werden, weil man sich bei Patentrechten nicht mit Nokia einigen konnte.

Nokia: Patentverträge mit Apple und Samsung

Nokia verfüge über Lizenzvereinbarungen mit den meisten großen Smartphone-Anbietern wie Samsung (Januar 2023) und Apple (Juni 2023), sagte Bartholomew. "Im Geschäftsjahr 2022 betrug der Umsatz von Nokia aus Lizenzverträgen 1,6 Milliarden Euro." Das Unternehmen meldete im dritten Quartal einen Umsatzrückgang von 20 Prozent.

Nokia erklärte erst am 30. Dezember, dass man die Finanzziele für das Jahr nicht erreichen werde, da Gespräche zu Lizenzverlängerungen voraussichtlich bis weit in das nächstes Jahr hinein andauern würden.

Honor gehört nicht mehr zu Huawei, nachdem das Unternehmen die Smartphone-Marke im November 2020 für 15 Milliarden US-Dollar an ein chinesisches Konsortium aus 30 Firmen verkaufte. Die Übernahme wurde von einem Konsortium aus Smartphonehändlern und Partnern des Bereiches finanziert.

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