Abo
  • IT-Karriere:

5G: Noch nie war eine Frequenzauktion so unsicher

Die aus den USA gesteuerte Debatte um Huawei, hohe Erwartungen sowie Auflagen an das 5G-Netz machen die gesamte Frequenzauktion dem Bitkom-Präsidenten zufolge unsicher. Die Rolle von United Internet bleibt laut ZEW dabei unklar.

Artikel veröffentlicht am ,
Europäische 5G-Präsentation von Huawei in London
Europäische 5G-Präsentation von Huawei in London (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Noch nie sei eine Frequenzauktion mit ähnlichen Unsicherheiten behaftet gewesen. Das hat Bitkom-Präsident Achim Berg am 18. März 2019 zur am Dienstag beginnenden 5G-Versteigerung in den Bereichen 2 GHz und 3,4 bis 3,7 GHz gesagt. "Die Auktion wurde von politischen Grundsatzdiskussionen überlagert, und es wurden Erwartungen an die 5G-Netze geschürt, die mit dem jetzt zu vergebenden Frequenzspektrum schlicht nicht zu erfüllen sind. Gleichzeitig werden die Unternehmen in ein Auflagenkorsett gezwungen, das die Wirtschaftlichkeit der geplanten Investitionen infrage stellt"

Stellenmarkt
  1. Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Mainz
  2. Techniker Krankenkasse, Hamburg

Unklar bleibt laut Berg weiterhin, ob die Vergaberegeln überhaupt rechtmäßig sind. Zudem sind aus Sicht der Konzerne regulatorische Maßnahmen angekündigt worden, die nach Abschluss der Auktion das Wettbewerbsumfeld stark verändern könnten. "Damit steht das gesamte Verfahren auf tönernen Füßen", erklärte Berg. Die teilnehmenden Unternehmen stünden bei der Auktion vor schwierigen und wirtschaftlich schwerwiegenden Entscheidungen.

ZEW: United Internet könnte einfach nur die Preise hochtreiben

Die Teilnahme von United Internet Drillisch bringt laut Professor Vitali Gretschko, Leiter der Forschungsgruppe Marktdesign des ZEW (Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung), zudem Bewegung ins Spiel. "Einen möglichen Markteintritt eines neuen Anbieters hat es zuletzt bei der UMTS-Auktion im Jahr 2000 gegeben. Auch dadurch wurden die Preise damals bis auf 50 Milliarden Euro hochgetrieben. Ein solcher Preisanstieg ist bei der aktuellen Auktion eher nicht zu erwarten, da der frühere Hype um 3G doch recht überzogen war."

Es sei nicht klar, ob Drillisch wirklich durch den Kauf von Frequenzen in den Markt eintreten wolle. Deshalb sei es möglich, dass der Anbieter eine Strategie verfolgen könnte, die Preise in die Höhe zu treiben, ohne am Ende diese Frequenzen kaufen zu wollen. "Dieses mögliche Bietverhalten könnte Drillisch strategisch als Hebel nutzen, um an anderer Stelle der Geschäftsbeziehungen einen Vorteil zu erzielen, etwa durch das Neuverhandeln ihrer Mobilfunkprovider-Verträge mit den Netzbetreibern."

In allen bisherigen Auktionen seien die Frequenzen relativ gleichmäßig aufgeteilt worden. "Jeder Netzbetreiber hatte einen ähnlichen Anteil bekommen, gemessen an den Frequenzen, die er bereits hatte." Insbesondere die zu versteigernden 2-Gigahertz-Frequenzen hätten ähnliche Eigenschaften wie 1,8-Gigahertz-Frequenzen, die aktuell aber sehr ungleich verteilt seien.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 339,00€ (Bestpreis!)
  2. 299,00€ (zzgl. Versand)
  3. (u. a. Civilization VI für 27,99€, Xcom 2 für 11,99€, Tropico 6 El Prez Edition für 36,99€)
  4. (u. a. Deapool 2, Vikings, X-Men Dark Phoenix, Terminator u.v.m.)

Ely 19. Mär 2019

Nicht wenig Apps akzeptieren nicht mal mehr 3G als Netz. Was nichts daran ändert, daß 2G...

TrollNo1 19. Mär 2019

Wäre ja mal was, wenn der Staat sagen würde, "Wir wollen 5 Milliarden Euro, teilt es euch...

TrollNo1 19. Mär 2019

Hast du verwechselt. Die haben mit UnityMedia fusioniert.

brotiger 19. Mär 2019

Dann hocken sie auf einem Bündel Frequenzen, welches sie immer noch selbst betreiben...

brotiger 18. Mär 2019

Ja - weil es in der Schweiz gar nicht zu einem Wettbieten kam. Wozu dann überhaupt eine...


Folgen Sie uns
       


Raspberry Pi 4B - Test

Der Raspberry Pi kann endlich zur Konkurrenz aufschließen, aber richtig glücklich werden wir mit dem neuem Pi-Modell trotz bemerkenswerter Merkmale nicht.

Raspberry Pi 4B - Test Video aufrufen
Acer Predator Thronos im Sit on: Der Nerd-Olymp
Acer Predator Thronos im Sit on
Der Nerd-Olymp

Ifa 2019 Ob wir es nun den eisernen Thron oder den Sitz der Götter nennen: Der Predator Thronos von Acer fällt auf dem Messestand des Herstellers schon auf. Golem.de konnte den skurrilen Stuhl ausprobieren. Er ist eines Gaming-Kellers würdig.
Ein Hands on von Oliver Nickel

  1. Nitro XV273X Acer baut ersten Monitor mit IPS-Panel und 240 Hz
  2. Acer Beim Predator-Notebook fährt die Tastatur wie eine Rampe aus
  3. Geräte für Mediengestalter Acer gibt Verfügbarkeit der Concept-D-Laptops bekannt

Apple TV+: Apples Videostreamingdienst ist nicht konkurrenzfähig
Apple TV+
Apples Videostreamingdienst ist nicht konkurrenzfähig

Bei so einem mickrigen Angebot hilft auch ein mickriger Preis nicht: Apples Streamingdienst hat der Konkurrenz von Netflix, Amazon und bald Disney nichts entgegenzusetzen - und das wird sich auf Jahre nicht ändern.
Eine Analyse von Ingo Pakalski

  1. Apple TV+ Disney-Chef tritt aus Apple-Verwaltungsrat zurück
  2. Apple TV+ Apples Streamingangebot kostet 4,99 Euro im Monat
  3. Videostreaming Apple TV+ startet mit fünf Serien für 10 US-Dollar monatlich

5G-Antenne in Berlin ausprobiert: Zu schnell, um nützlich zu sein
5G-Antenne in Berlin ausprobiert
Zu schnell, um nützlich zu sein

Neben einem unwirtlichen Parkplatz in Berlin-Adlershof befindet sich ein Knotenpunkt für den frühen 5G-Ausbau von Vodafone und Telekom. Wir sind hingefahren, um 5G selbst auszuprobieren, und kamen dabei ins Schwitzen.
Von Achim Sawall und Martin Wolf

  1. Tausende neue Nutzer Vodafone schafft Zuschlag für 5G ab
  2. Vodafone Callya Digital Prepaid-Tarif mit 10 GByte Datenvolumen kostet 20 Euro
  3. Kabelnetz Vodafone bekommt Netzüberlastung nicht in den Griff

    •  /