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5G: Monatliches Datenvolumen pro Nutzer steigt auf 600 GByte

Mit der Erhöhung steigt der Energiebedarf der Netzwerke um das Zehnfache, rechnet Huawei vor. Doch das lässt sich lösen, wenn auch nicht ganz einfach.
/ Achim Sawall
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Ryan Ding, Chef der Carrier Business Group bei Huawei, spricht in Dubai. (Bild: Huawei)
Ryan Ding, Chef der Carrier Business Group bei Huawei, spricht in Dubai. Bild: Huawei

In 5G-Netzen werden Nutzer bis zum Jahr 2030 durchschnittlich monatlich ein Datenvolumen von 600 GByte benötigen. Das sagte Ryan Ding, Präsident der Carrier Business Group von Huawei, am 14. Oktober 2021 auf dem Mobile Broadband Forum (MBBF) 2021 in Dubai(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf eigene Berechnungen des Ausrüsters. "Bleibt die Energieeffizienz der Netzwerke unverändert, wird sich der Energieverbrauch mobiler Netze mehr als verzehnfachen."

Um den Einsatz fossiler Brennstoffe in Stromnetzen und die Nutzung von Dieselgeneratoren zu reduzieren, könnten Betreiber Solaranlagen einsetzen. "Etwa 65 Prozent der Regionen weltweit eignen sich gut für den Einsatz von Solarstromanlagen" , betonte Ding. Huawei bietet seine iSolar-Produkte für den Einsatz an Masten, Schränken, RAN-Standorten und Geräteräumen an.

Für die Energieverteilung bietet Huawei eine kleinere Stromversorgung an, da für jeden Standort nur ein Schaltschrank oder nur ein Blade benötigt werde. Der Wirkungsgrad der Leistungsumwandlung betrage damit 98 Prozent.

"In einem konventionellen Indoor-Standort werden nur 60 Prozent des Energieverbrauchs für Kommunikation verwendet; der Rest wird von Klimaanlagen und anderen unterstützenden Systemen benötigt" , erklärte Ding. An Orten mit hoher Glasfaserabdeckung könnten Baseband Units an einem zentralen Ort bereitgestellt werden. 90 Prozent der bestehenden Klimatisierung und andere unterstützende Systeme würden so nicht mehr benötigt.

Huawei: Leichter gesagt als getan

Dachstandorte, die bisher einen Geräteraum erforderten, würden nun in einen Schaltschrank passen. Dadurch könne die Energieeffizienz des Standorts auf 90 Prozent gesteigert werden. Für Pole-Sites biete Huawei seine Superblade-Produkte. Ding: "Doch dies ist leichter gesagt als getan. Um einen vereinfachten 5G-Standort aufzubauen, müssen alle aktiven und passiven Komponenten hochintegriert werden."

In einem europäischen Land habe Huawei für einen Betreiber Indoor-Standorte mit Multiband-Blade-HF-Modulen modernisiert. "Wir haben fünf Singleband-HF-Module durch zwei Multiband-Module ersetzt und weitere Träger wie 1,4 GHz und 2,6 GHz hinzugefügt" , sagte Ding. Live-Netzwerktests hätten gezeigt, dass das Netzwerk zwar genau so viel Energie wie bisher benötige, aber die Netzwerkkapazität um das 7,5-Fache erhöht wurde.

Offenlegung: Golem.de hat auf Einladung von Huawei an der Veranstaltung teilgenommen. Die Kosten für Anreise und Übernachtung wurden zur Gänze von Huawei übernommen. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben seitens Dritter.


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