5G im Trend: Viele 5G-räte

5G ist das Schlagwort schlechthin auf dem diesjährigen MWC. Erstmals werden auch in großem Stil Endverbrauchergeräte wie Smartphones und mobile Hotspots vorgestellt. Jetzt fehlt nur noch die passende Infrastruktur - Tests laufen auch in Deutschland, in der Schweiz ist man aber schon weiter.

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5G ist das dominierende Thema auf dem MWC 2019.
5G ist das dominierende Thema auf dem MWC 2019. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

5G ist das dominierende Thema des diesjährigen Mobile World Congress (MWC). Zahlreiche Hersteller haben 5G-Smartphones und mobile Hotspots vorgestellt, zudem gibt es Neuigkeiten zum Ausbau des schnellen Netzstandards. Besonders die Vielzahl der Endverbrauchergeräte ist ein Novum in der Geschichte der Mobilfunkmesse in Barcelona.

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Bereits vor dem Start des MWC 2019 hatte Samsung mit dem Galaxy S10 5G eine 5G-Variante seines neuen Smartphones Galaxy S10 vorgestellt. Das Gerät ist nicht bloß ein Galaxy S10 mit 5G-Modem, sondern unterscheidet sich auch in einigen Hardware-Details von den anderen Geräten der Serie. Kurz nach der Vorstellung hat der südkoreanische Hersteller zudem bekannt gegeben, dass das Smartphone auch bei den Netzbetreibern in Deutschland erscheinen werde.

Samsung ist während des MWC nicht der einzige Hersteller geblieben, der ein 5G-Smartphone vorgestellt oder zumindest angekündigt hat. Huaweis Smartphone mit faltbarem Display, das Mate X, unterstützt ebenfalls den schnellen Mobilfunkstandard. Während des Messealltags schien bei dem Gerät allerdings das Falt-Display im Vordergrund zu stehen, was durchaus verständlich ist.

Auch LG hat mit dem V50 Thinq ein Smartphone vorgestellt, das 5G unterstützt. Aktuell weiß der südkoreanische Hersteller aber noch nicht, ob das Gerät in Deutschland auf den Markt kommen wird. In der Vergangenheit hatte LG in vergleichbaren Fällen das jeweilige Gerät doch hierzulande in den Handel gebracht, sicher ist das aber natürlich nicht.

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Neben dem günstigen Mi 9 hat der chinesische Hersteller Xiaomi auf dem diesjährigen MWC eine 5G-Version seines Smartphones Mi Mix 3 präsentiert. Sony hat auf seinem Stand ebenfalls ein 5G-Smartphone ausgestellt, genauso wie ZTE und Nubia. Oneplus zeigt seinen 5G-Prototyp, der allerdings - anders als die Geräte der Konkurrenz - noch nicht sonderlich fertig aussieht.

Netzausbau schreitet voran

Parallel gibt es auf dem diesjährigen MWC zahlreiche Neuigkeiten zum 5G-Netzausbau. So hat die Telekom bekannt gegeben, in Europa bereits 150 5G-Antennen in Betrieb zu haben. Die Telekom-Tochter Deutsche Funkturm hat zudem angekündigt, zum größten Sendemastbetreiber Europas aufsteigen zu wollen.

Laut Nokia wird 5G aber zunächst weniger für Smartphones gedacht sein, als für die Erschließung von bisher unterversorgten Gegenden. Mit Fixed Wireless Access (FWA) soll die letzte Meile zum Kunden mit 5G überwunden werden. Nokia ist eigenen Angaben zufolge derzeit an 100 Testläufen zu 5G beteiligt und hat gerade 15.000 Basisstationen ausgeliefert.

In der Schweiz ist Sunrise Communication kurz davor, sein 5G-Netzwerk in 150 Orten einzuschalten. Das Netz ist in Zusammenarbeit mit Huawei entstanden. Auch Sunrise setzt zunächst auf FWA, um Gebiete zu erschließen, die noch nicht per FTTH angeschlossen sind. 5G für Mobilgeräte soll später folgen.

Priorität nicht zwingenderweise bei Smartphone-Netzen

Bei all den vorgestellten 5G-Smartphones wird angesichts dieser Meldungen deutlich, dass die Priorität beim 5G-Ausbau in Europa aktuell noch bei der Erschließung von Ortschaften liegt, und nicht zwingenderweise bei schnellen Internetverbindungen für Mobiltelefone. Entsprechend ist auch noch nicht abzusehen, wann 5G-Smartphones in Deutschland eine nennenswerte Rolle spielen werden.

Dennoch ist es natürlich sinnvoll, bereits jetzt 5G-Geräte vorzustellen: Die Entwicklung verläuft parallel, was sowohl für den Netzausbau als auch für die Entwicklung von 5G-Smartphones vorteilhaft ist. Im Idealfall haben zum Start der ersten großflächigen 5G-Netze für Mobiltelefone bereits viele Nutzer ein entsprechend ausgestattetes Smartphone.

Bis es in Deutschland soweit ist, wird aber wohl noch etwas Zeit vergehen: Während in der Schweiz die 5G-Frequenzen bereits versteigert wurden, haben in Deutschland sowohl Telefónica als auch Vodafone einen Stopp der Auktion beantragt. Grund sind sie Auktionsbedingungen, die unter anderem Versorgungsauflagen vorsehen, mit denen Funklöcher im ländlichen Raum und entlang von Straßen und Eisenbahnlinien beseitigt werden sollen. Daher ist es fraglich, ob der geplante Termin für die Versteigerung in der zweiten Märzhälfte zu halten ist.

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