5G: Huawei hält flächendeckendes Mobilfunknetz für möglich

Deutschland steht kurz davor, die Bedingungen für ein neues 5G-Mobilfunknetz festzuschreiben. Huawei, der größte Netzwerkausrüster, hat dazu etwas zu sagen.

Artikel veröffentlicht am ,
Michael Lemke (rechts)
Michael Lemke (rechts) (Bild: Huawei)

Technisch sei es sehr wohl möglich, in Abhängigkeit vom Anwendungsfall ein flächendeckendes Netz basierend auf 5G-Technologie mit den derzeit diskutierten Frequenzbereichen in Deutschland aufzubauen. Neue Mobilfunkantennenstandorte seien "ein generelles Thema, auch unabhängig von 5G". Das sagte Michael Lemke, Senior Technology Principal bei Huawei Deutschland, am 21. September 2018 im Gespräch mit Golem.de. Eine Digitale Dividende III sei aber in Deutschland durch die DVD-T2-Einführung bis auf weiteres relativ unwahrscheinlich.

Stellenmarkt
  1. Education Coordinator (m/w/d) für Archicad
    GRAPHISOFT Deutschland GmbH, München, Nürnberg
  2. Sachbearbeitung (w/m/d) für Informationssicherheit und Datenschutz
    Landesamt für Steuern Niedersachsen, Hannover
Detailsuche

Unter Digitale Dividende III werden Frequenzen unterhalb von 700 Megahertz verstanden, hier läuft in Deutschland aber der neue Standard für Antennenfernsehen, DVB-T2. Die 700-MHz-Frequenzen, die bisher für den terrestrischen Rundfunk DVB-T verwendet wurden, werden zudem offenbar noch nicht genutzt. Die 700-MHz-Frequenzen sind ab dem ersten Quartal 2019 überall geräumt.

Der Bereich 700 MHz stehe zur Verfügung und man könnte mehr damit anfangen, erklärte Lemke. "5G kann auf alle Spektren angewendet werden, die Technologie kann das, entweder nimmt man eine neue Digitale Dividende, oder man verdichtet durch mehr Antennen bei höheren Frequenzen. Die Technik von 4G, 4.5G und 5G wird es parallel geben. Ein faltbares 5G-Smartphone kommt Mitte nächstes Jahr von Huawei", sagte Lemke.

Auch die Standardisierung geht weiter. Der Release 16 des 5G-Standards der Gremiums 3GPP (Generation Partnership Project), der Ende des Jahres 2019 kommt, werde Erweiterungen in Richtung Verlässlichkeit bringen. "Daran arbeitet Release 16 ganz stark. Fertigungshallen und Krankenhäuser sind geschlossene Strukturen, hier wirkt das Ultra Reliability Enhancement", erklärte Lemke. Hier werde es dann auch noch speziell darum gehen, die 1 Millisekunde Latenz überall umzusetzen.

Golem Akademie
  1. C++ Programmierung Basics: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    28. Februar–4. März 2022, virtuell
  2. Cloud Computing mit Amazon Web Services (AWS): virtueller Drei-Tage-Workshop
    14.–16. Februar 2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Mohamed Madkour, Vice President Marketing and Strategy bei Huawei Technologies, betonte, dass alle Bänder für 5G genutzt würden. "Huawei ist derzeit in über 30 5G-Testfeldern engagiert", sagte er.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Corona-Warn-App
Jede geteilte Warnung kostete 100 Euro

Die Bundesregierung hat für die Corona-Warn-App bisher mehr als 130 Millionen Euro ausgegeben. Derzeit gibt es besonders viele rote Warnungen.

Corona-Warn-App: Jede geteilte Warnung kostete 100 Euro
Artikel
  1. Activision Blizzard: Was passiert mit Call of Duty, Diablo und Xbox Game Pass?
    Activision Blizzard
    Was passiert mit Call of Duty, Diablo und Xbox Game Pass?

    Playstation als Verlierer und Exklusivspiele für den Xbox Game Pass: Golem.de über die bislang größte Übernahme durch Microsoft.
    Eine Analyse von Peter Steinlechner

  2. Glasfaser in Freiburg: Telekom kommt wegen wirrer Auflagen nicht weiter
    Glasfaser in Freiburg
    Telekom kommt wegen wirrer Auflagen nicht weiter

    Um Bauwurzeln zu schonen, sollte die Telekom in Freiburg Glasfaser im Zickzack ausbauen. Das dortige Tiefbauamt lehnte den Plan des Gartenbauamtes aber ab.

  3. Energiespeicher: Große Druckluftspeicher locken Investorengelder an
    Energiespeicher
    Große Druckluftspeicher locken Investorengelder an

    Hydrostor bietet eine langlebige Alternative zu Netzspeichern aus Akkus, die zumindest in den 2020er Jahren wirtschaftlich ist.
    Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • LG OLED 55" 120Hz 999€ • MindStar (u.a. NZXT WaKü 129€, GTX 1660 499€) • Seagate Firecuda 530 1TB inkl. Kühlkörper + 20€ PSN-Guthaben 189,90€ • HP Omen Gaming-Stuhl 319€ • Sony Pulse 3D Wireless PS5 Headset 79,99€ • Huawei MateBook 16,1" 16GB 512GB SSD 709€ [Werbung]
    •  /