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5G: Grünenchef fordert Ausschluss von Huawei

Grünenchef Robert Habeck fordert wie Donald Trump, dass die Bundesregierung Huawei vom deutschen Markt ausschließt, weil China weltweit aggressiv auftrete. Doch die Rechnung geht laut Experten nicht auf.

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Huawei und Telefónica Deutschland mit 5G in München
Huawei und Telefónica Deutschland mit 5G in München (Bild: Telefónica Deutschland)

Angesichts der zunehmenden Rücksichtslosigkeit der Volksrepublik China in der Weltwirtschaft fordert der Parteivorsitzende der Grünen, Robert Habeck, die Bundesregierung zu einem Umdenken auf. Im Interview mit der Welt am Sonntag sagte Habeck: "Die Art, wie China weltweit eigene machtstrategische Interessen durchsetzt, ist besorgniserregend. Chinas Investitionen in Häfen oder Flughäfen sorgen nicht nur für eine ökonomische Abhängigkeit der Empfängerländer, sondern nehmen auch Einfluss auf die demokratische Aufstellung der Länder."

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Hinzu komme, dass China ein Know-how in der künstlichen Intelligenz und der Digitalisierung entwickelt habe, dem Europa noch nichts entgegensetzen könne. "Wenn wir chinesische Technik benutzen und Peking würde irgendwann entscheiden, über sie gegen unsere Interessen zu agieren, sind wir geliefert." Auch aus diesem Grund müsse Deutschland beim Aufbau des 5G-Netzes den europäischen Firmen den Zuschlag geben. Habeck sagte: "So könnte eigenes europäisches Know-how entstehen. Wir sollten da dem Beispiel der australischen Regierung folgen; sie hat Huawei nicht zugelassen. Nokia und Ericsson sollten das machen."

Habeck mit geringer Sachkenntnis zu 5G

Habeck schließt sich damit der umstrittenen Argumentation der US-Regierung unter Präsident Donald Trump gegen das Privatunternehmen Huawei an. Die australische Regierung, deren Kurs Habeck unterstützt, arbeitet eng mit den USA zusammen.

Auch die Argumentation der Bildung eines europäischen Know-hows ist nicht schlüssig, da die 5G-Technlogie bereits komplett entwickelt ist. Nokia und Ericsson produzieren in direkter Nachbarschaft von Huawei und ZTE im südchinesischen Shenzhen. Basierend auf den Geschäftsberichten der Unternehmen schätzten Citi-Analysten, dass die Produktionsflächen von Ericsson in China im Jahr 2018 rund 45 Prozent und von Nokia 10 Prozent der Produktionsflächen des Gesamtkonzerns ausmachten. Die Schätzungen der Analysten enthalten nicht den Einsatz von chinesischen Subunternehmen durch die beiden Konzerne.

Alle drei deutschen Mobilfunkbetreiber arbeiten zudem bereits mit Huawei zusammen und lehnen einen politisch begründeten Ausschluss eines Betreibers ab. Huawei ist dagegen nicht auf den europäischen Markt angewiesen. Wie Golem.de erfahren hat, wird Huawei laut Insidern in den nächsten Jahren allein auf dem chinesischen Markt sehr hohe Gewinne mit 5G realisieren, die ein weiteres Wachstum des Konzerns sicherstellen. Den US-Markt für 5G hat Huawei bereits komplett aus seiner weiteren Planung ausgeschlossen.

China ist auf dem besten Weg, bis Ende des Jahres mindestens 150.000 5G-Stationen fertigzustellen, so viele wie in keinem anderen Land, sagte Chris Lane, Analyst bei Bernstein und zuvor Strategy Director der Vodafone Group dem Wall Street Journal. Lane schätzt, dass Südkorea, wo Huawei auch aktiv ist, mit 75.000 den zweiten Platz einnehmen werde, während die USA bis zum Jahresende 10.000 solcher Standorte haben werde.

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Kommentator2019 13. Sep 2019

Ich lese lieber dem amnesty-Bericht von Deutschland, als den von China. Heute noch kein...

Kommentator2019 09. Sep 2019

Er sagt eigentlich ziemlich genau das, was der BDI sagt ...

ForumSchlampe 09. Sep 2019

Wen die Art der Grünen noch wundert hat wohl deren Regierungszeit nicht mitbekommen in...

Tonnystark 09. Sep 2019

Hi, ein bisschen noob hier. Ich frage mich, welche Karte am besten zu kaufen ist. 1660...

Kommentator2019 09. Sep 2019

Damit würde China sich massiv selbst schödigen: - ein schlagartiger Verkauf würde erst...


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