5G: Großbritannien entscheidet sich gegen Huawei-Verbot

In Großbritannien wird es kein Verbot von Huawei geben. Das Mitglied des Five-Eyes-Geheimdienstpaktes konnte von der NSA nicht überzeugt werden, sondern bleibt laut MI5 "souverän".

Artikel veröffentlicht am ,
Alex Younger, Chef des britischen Geheimdienstes MI6
Alex Younger, Chef des britischen Geheimdienstes MI6 (Bild: Getty Images)

Der britische Geheimdienst sieht das Risiko für den Einsatz von Netzwerkausrüstung von Huawei als kalkulierbar an. Das berichtet die britische Financial Times unter Berufung auf zwei informierte Personen, die mit der Entscheidung vertraut sind. Das sei ein schwerer Schlag für die US-amerikanischen Bemühungen, die Verbündeten davon zu überzeugen, den chinesischen Ausrüster zu verbieten.

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Das britische National Cyber Security Centre habe festgestellt, dass es Möglichkeiten gebe, Risiken durch die Verwendung von Huawei-Technik in künftigen 5G-Netzwerken zu begrenzen, heißt es.

Die NSA (National Security Agency) hatte zuvor mehr Informationen mit Verbündeten und Partnern ausgetauscht, um die behaupteten Risiken zu verdeutlichen. Mehrere europäische Länder, darunter Großbritannien und Deutschland, sind jedoch nicht überzeugt, dass ein Verbot gerechtfertigt ist.

Eine Person, die mit der Debatte vertraut ist, sagte der Financial Times, dass die britische Entscheidung bei den europäischen Regierenden "großes Gewicht " habe, da das Land über seine Mitgliedschaft im Five-Eyes-Netzwerk für Geheimdienste über sensible US-Informationen verfügt. Die Five-Eyes-Mitglieder Australien und Neuseeland haben im vergangenen Jahr Telekommunikationsanbietern die Verwendung von Huawei-Ausrüstung in 5G-Netzen untersagt. The Five Eyes ist eine Geheimdienstallianz, bestehend aus Australien, Kanada, Neuseeland, Großbritannien und den Vereinigten Staaten. Neuseeland wird die Verwendung von Huawei-Technologien in 5G-Netzen unabhängig bewerten. Das sagte Premierministerin Jacinda Ardern am 18. Februar 20189 laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters.

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Alex Younger, Chef des britischen Geheimdienstes MI6, erklärte am Freitag, Großbritannien könnte zu Huawei eine sanftere Haltung einnehmen als die USA. Das Thema sei zu komplex, um es mit Zulassung oder Ausschluss zu beantworten. Er sagte, es sei "ein komplizierteres Thema", und die Länder hätten "ein souveränes Recht, eine Antwort auf all das zu erarbeiten".

Großbritannien wird wahrscheinlich eine Vielfalt von Lieferanten und Teilbeschränkungen für Bereiche des 5G-Netzes empfehlen, hieß es von der Quelle der Financial Times. Younger sagte, es sei "von Natur aus nicht wünschenswert, dass eine wichtige nationale Infrastruktur von einem Monopolanbieter bereitgestellt wird". Netzwerkbetreiber setzen seit langem beim Ausbau auf mehrere Ausrüster.

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Kommentator2019 19. Feb 2019

Hakt schon daran, dass Cisco nichts in 5G hat, daher haben die US-Anbieter NOKIA...

/mecki78 18. Feb 2019

Denn wenn das GCHQ sich dafür ausspricht, dann wohl aus einem guten Grund: https://forum...

Sharra 18. Feb 2019

Gelten doch die Briten als die Schoßhunder der USA... Aber "Tote Katze mit komische Mann...

itse 18. Feb 2019

nur die us-eliten sind sauer, weil huawei zwar altes cisco-knowhow aufpoliert habe, aber...



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