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5G Campusnetze: Siemens und Schwarz Digits bieten privates 5G mit Cloud

Siemens verbindet die eigene 5G-Technik mit der Cloud der Schwarz-Gruppe. Auch Air-gapped-Betrieb ist möglich.
/ Achim Sawall
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Cedrik Neike (l.), CEO von Siemens Digital Industries, und Bernie Wagner, CSO von Schwarz Digits, auf der Hannover Messe 2026 (Bild: Schwarz Digits)
Cedrik Neike (l.), CEO von Siemens Digital Industries, und Bernie Wagner, CSO von Schwarz Digits, auf der Hannover Messe 2026 Bild: Schwarz Digits

Siemens wird mit Schwarz Digits, der IT-Sparte der Schwarz-Gruppe, private 5G-Netzwerke für kritische Infrastrukturen im Bereich der inneren und äußeren Sicherheit anbieten. Das haben die Partner am 23. April 2026 bekanntgegeben(öffnet im neuen Fenster). Siemens setzt auf eine "überwiegend deutsche Wertschöpfungskette", ohne Nachfragen zu den Ausnahmen zu beantworten.

Im Juli 2013 hatte sich Siemens mit dem Verkauf des 50-prozentigen Anteils an Nokia Siemens Networks an den finnischen Nokia-Konzern vollständig aus dem Mobilfunkbereich zurückgezogen. Zehn Jahre später brachte Siemens jedoch eine selbst entwickelte private Infrastruktur für 5G auf den Markt.

"Diese besteht aus einem 5G-Core und einem Radio Access Network (RAN): Das RAN umfasst die Central Unit (CU), die Distributed Unit (DU) und die Radio Units (RUs)", erklärte Siemens(öffnet im neuen Fenster). Mit der Performance von 5G-Ausrüstung von Nokia, Huawei oder Ericsson dürfte sich das Angebot nicht vergleichen lassen.

Stackit von Schwarz basiert auf Open Source

Siemens richtet sich nun zusammen mit den Cloud-Angeboten der Schwarz-Gruppe an Behörden mit Sicherheitsaufgaben sowie an die Landes- oder Bündnisverteidigung mit Bedarf an technologischer Souveränität. Zur Schwarz-Gruppe gehören Lidl und Kaufland; Stackit von Schwarz basiert auf Open-Source-Technik.

Für besonders sensible Einsatzbereiche ist das Netzwerk für den Air-Gapped-Betrieb konzipiert. Hier wird das lokale 5G-Netzwerk vom öffentlichen Internet oder externen Netzen isoliert.

Die Zugriffskontrolle erfolgt hardwarebasiert über SIM-Karten. Das soll eine Identifizierung der autorisierten Endgeräte gewährleisten, um eine Koexistenz von öffentlichen und privaten 5G-Netzen zu bieten.

"Die private 5G-Lösung wurde von Siemens in Deutschland entwickelt und getestet, unter anderem an eigenen Siemens-Produktionsstandorten. Das umfasst sowohl den 5G-Core als auch das Radio Access Network (RAN) inklusive der Radio Units. Die Lösung wurde von Grund auf neu konzipiert und ist speziell auf industrielle Anforderungen zugeschnitten", sagte Siemens-Sprecherin Hannah Arnal Golem auf Anfrage. Anders als bei öffentlichen Mobilfunknetzwerken liege der Fokus auf Robustheit, einfacher Implementierung im Industrieumfeld und Bedienbarkeit durch Automatisierungstechniker.


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