5G: Ausschluss von Huawei führt "zur schlimmsten Gefahr"

Im Bundestag wurde trotz einer Entscheidung der Kanzlerin noch einmal die Huawei-Frage bei 5G diskutiert. Kein einzelner Staat und auch keine einzelne Firma könne allein solche Systeme beherrschen, betonte ein Experte.

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Anhörung am 11. November 2019 im Auswärtigen Ausschuss
Anhörung am 11. November 2019 im Auswärtigen Ausschuss (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Wenn der Ausschluss der chinesischen Netzausrüster dazu führt, dass im deutschen 5G-Netz nur zwei oder ein Ausrüster übrig bleiben, sei dies "die schlimmste Gefahr, die technisch entstehen kann. Das können wir nicht sichern, das fliegt uns um die Ohren". Das sagte Professor Harald Görl von der Universität der Bundeswehr München am 11. November 2019 bei der öffentlichen Anhörung des Auswärtigen Ausschusses (PDF) unter Vorsitz von Norbert Röttgen (CDU). Der Politiker hatte sich zuvor vehement für ein Verbot des Ausrüsters Huawei in Deutschland ausgesprochen.

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Laut Görl, der Experte für Betriebssysteme und Rechnerarchitekturen ist, könne China noch nicht alles. Es bestünden Abhängigkeiten bei Speichern und Displays, auch wenn hier Kapazitäten aufgebaut werden. Würden zwei Ausrüster ausgeschlossen (Huawei und ZTE), dann blieben drei übrig (Nokia, Ericsson und Samsung). "Wenn dann etwas schiefgeht, haben wir nur noch zwei oder einen Ausrüster. Bei Chips sind die Asiaten sehr selbständig oder werden es", betonte Görl. Das könne man für die europäischen Anbieter nicht sagen.

Kein einzelner Staat und auch keine einzelne Firma könne allein solche Systeme beherrschen, sagte Görl zu den Forderungen der Politik, wie im Rüstungssektor einen europäischen 5G-Hersteller aufzubauen.

Laut Görl habe die Bedrohungsanalyse ergeben, dass die Netzbetreiber zum Schutz der Verfügbarkeit und Integrität der Daten gegen Monokulturen vorgehen müssten. Zu sichern sei die Vertraulichkeit der Metadaten und mit Kryptografie die Vertraulichkeit der Gespräche.

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Martin Schallbruch von der ESMT (European School of Management and Technology) betonte, dass bei 5G viel mehr über die Software laufe, was auch die Frage nach der Gefahr der Angriffe auf nachgelagerte System aufwerfe.

Huawei sei ein genossenschaftliches Unternehmen, sagte David Wang, Deputy Chef von Huawei Deutschland. "Bei Huawei befindet sich keine Aktie im Besitz der Regierung. Kein Mitarbeiter oder Manager wird von der Regierung eingesetzt. Huawei ist mitarbeitereigen. Darum stellen wir alle sicher, dass niemand etwas Falsches tut, was die Firma zerstört." Auch die Zulieferer müssten sicherstellen, dass die Produkte frei von jedem Einfluss Dritter seien.

Es gebe keine Rechtsgrundlage dafür, dass chinesische Firmen im Ausland Daten für die Regierung in Peking sammeln müssen. Wang: "Wir spüren hier keinen Druck und unterliegen eindeutig der deutschen Gesetzgebung." Huawei betreibe die Netze auch nicht selbst, erlange darum keine Kundendaten und habe keinen Zugang zu den Netzen.

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Lachser 19. Nov 2019

Beim Java JDK gab es genau das selbe Problem. Die Standardauslieferung erlaubte nur...

Auspuffanlage 15. Nov 2019

Da muss ich nochmal einhaken. Die staatliche Massen überwachung kannst du an anderen...

Auspuffanlage 15. Nov 2019

Pssst nicht so laut ich kann sonst nicht abhören ;)

Auspuffanlage 15. Nov 2019

Arbeitsschutzgesetz würde ich jetzt nicht als Sozialleistungen definieren ;) Ich halte...



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