5G: Ausrüster schweigen zu Dobrindts Supernetz-Ankündigung

Bundesverkehrsminister Dobrindt verspricht, dass Deutschland als erstes Land ein mobiles Netz mit Datenraten bis zu 20 GBit pro Sekunde aufbauen wird. Auf kritische Nachfragen schweigen die Netzausrüster jedoch bislang.

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Der Minister bei der Konferenz
Der Minister bei der Konferenz (Bild: Bundesverkehrsministerium)

Die drei großen Mobilfunkausrüster Nokia, Huawei und Ericsson haben sich nicht auf Nachfragen zu der Ankündigung von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) geäußert, nach der Deutschland als erstes Land ein flächendeckendes Mobilfunknetz der 5. Generation aufbauen wird. Golem.de hatte gefragt, ob diese Ankündigung realistisch sei, da in Deutschland wenig Glasfaser liege. Zudem sind andere Länder wie Japan, Südkorea und die USA bei 5G weiter vorn.

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Dobrindt hatte Datenraten bis zu 20 GBit pro Sekunde und Latenzzeiten unter einer Millisekunde für 5G versprochen und erklärt: "Wir wollen, dass Deutschland zum Leitmarkt für 5G wird und als erstes Land ein flächendeckendes 5G-Netz bereitstellt."

Glasfaser ist Voraussetzung

Der IT-Branchenverband Bitkom sprach von einem starken Zeichen für die nächste Mobilfunkgeneration und damit für die Gigabit-Gesellschaft. Dabei müsse eine schlüssige 5G-Strategie aus Bitkom-Sicht zwingend die zentrale Frage der Bereitstellung weiterer Mobilfrequenzen klären. Diese sei Voraussetzung, damit 5G sein volles Potenzial entfalten könne.

Bitkom-Präsident und Telefónica-Chef Thorsten Dirks sagte: "Um bereits ab 2020 flächendeckende 5G-Dienste realisieren zu können, müssen wir jetzt die Weichen stellen. Wir brauchen eine europaweit harmonisierte Frequenzpolitik und eine ausreichende Frequenzausstattung."

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Da Mobilfunkstationen in der Regel mit einer leitungsgebundenen Infrastruktur versorgt werden, müsse zugleich der Festnetzausbau vorangetrieben werden. 5G-Basisstationen werden eine Anbindung über Glasfaser erfordern.

Die 5G-Konferenz ist eine Initiative des Bundesministeriums unter Beteiligung der IT-Gipfel-Plattform Digitale Netze und Mobilität, in der 200 Fachexperten aus rund 100 Unternehmen, Verbänden und Institutionen arbeiten.

Nokia und Huawei haben sich später zu unserer Anfrage geäußert. Der Bericht findet sich hier.

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Oktavian 28. Sep 2016

Das gilt nur im Vakuum. In Medien ist die Lichtgeschwindigkeit anders. In Caesium bewegt...

M.P. 28. Sep 2016

Womöglich wird es eine Zwangs-Umstellung eines großen Teils der GSM-Frequenzen auf 5G...

Oktavian 28. Sep 2016

Klar, keine Option für Taschengeldbezieher. Aber man muss ja mal das ganze Paket...

M.P. 28. Sep 2016

Und das ist auch schlimm...



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