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5G-Auktion: Bundesnetzagentur erhöht Mindestgebot deutlich

Die Bundesnetzagentur hat offenbar genug davon, dass die 5G -Auktion kein Ende nimmt. Erstmals hat die Behörde in einer laufenden Auktion die Mindestgebote angehoben.
/ Achim Sawall
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Ort der Auktion: Dienstgebäude der Bundesnetzagentur in Mainz (Bild: Bundesnetzagentur)
Ort der Auktion: Dienstgebäude der Bundesnetzagentur in Mainz Bild: Bundesnetzagentur

Elf Wochen nach dem Start der Versteigerung der Frequenzen hat die Bundesnetzagentur die Höhe der Mindestgebote angehoben. Firmen müssen seit Mittwochmittag Konkurrenten in der Auktion mit mindestens 13 Millionen Euro überbieten, erfuhr das Handelsblatt(öffnet im neuen Fenster) aus Branchenkreisen. Ein Sprecher der Bundesnetzagentur bestätigte den Schritt auf Anfrage: "Ziel ist eine Beschleunigung der Auktion." Bislang hatte die Behörde noch nie in einer laufenden Auktion die Mindestgebote angehoben.

Die höhere Anforderung gilt seit Mittwochmittag. Sie betrifft den Bereich von 3,6 Gigahertz, in dem 29 der insgesamt zur Versteigerung stehenden 41 Frequenzblöcke liegen. Zuvor hatte die Mindesthöhe bei zwei Prozent der bisherigen Höchstgebote und damit in den meisten Blöcken bei etwa 2,6 Millionen Euro gelegen.

Der Präsident der Bundesnetzagentur Jochen Homann hatte am 28. Mai 2019 die Teilnehmer davor gewarnt, die laufende 5G-Frequenzauktion künstlich zu verlängern. "Wir sind jetzt in der 11. Woche, das ist nicht erfreulich" , sagte Homann. Er warnte die Beteiligten davor, "die Auktion zu diskreditieren, indem sie das Bieterverfahren einfach künstlich in die Länge ziehen."

Die Versteigerung von Mobilfunkfrequenzen in Deutschland dauert so lange wie noch nie: Das Verfahren hat bereits am 19. März begonnen – es endet erst, wenn keine Firma mehr Gebote abgibt. Bislang sind mehr als 460 Runden absolviert. Zuletzt stritten die Unternehmen meist nur um einzelne Blöcke, trotzdem kam es zu keinem Abschluss.

In Deutschland wurden schon mehrfach Frequenzen versteigert, aber noch nie hat eine Auktion so lange gedauert wie in diesem Jahr. Im Jahr 2010 hatten die Mobilfunker insgesamt 4,4 Milliarden Euro in 224 Runden für die Frequenzen bezahlt, im Jahr 2015 waren es rund fünf Milliarden Euro in 181 Runden. Im Jahr 2000, bei der Versteigerung der UMTS-Frequenzen, erreichten die Firmen 50,8 Milliarden Euro.


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