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58 Personen verhaftet: Großer Schlag gegen Onlinebetrug und Geldwäsche

Strafverfolgern ist erneut ein großer Schlag gegen Cybercrime gelungen. In mehreren Ländern wurden mutmaßliche Betrüger verhaftet.
/ Marc Stöckel
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Strafverfolger haben in mehreren Ländern mutmaßliche Finanzbetrüger verhaftet. (Bild: pexels.com / Tima Miroshnichenko)
Strafverfolger haben in mehreren Ländern mutmaßliche Finanzbetrüger verhaftet. Bild: pexels.com / Tima Miroshnichenko

Strafverfolgungsbehörden mehrerer Länder ist im Rahmen einer gemeinsam durchgeführten Anti-Cybercrime-Operation namens Jackal IV über einen Zeitraum von acht Monaten abermals ein großer Schlag gegen Onlinebetrug gelungen. Die Aktion richtete sich laut einer Pressemitteilung von Interpol(öffnet im neuen Fenster) gegen kriminelle Netzwerke aus Westafrika, darunter eine bekannte Gruppierung namens Black Axe, die weltweit für ihre Betrugsaktivitäten bekannt ist.

Diese Netzwerke seien für einen erheblichen Teil des weltweiten und über das Internet durchgeführten Finanzbetrugs verantwortlich, heißt es. Dabei sollen sich die Täter verschiedener Betrugsformen bedienen, darunter Liebesbetrug, Kryptowährungs- und Investitionsbetrug sowie Business-E-Mail-Compromise(öffnet im neuen Fenster) (BEC).

Ziel der von November 2025 bis Juni 2026 durchgeführten Strafverfolgungsoperation war es, hochrangige Zielpersonen innerhalb der kriminellen Netzwerke zu identifizieren und zu verhaften, deren Vermögenswerte zu beschlagnahmen und Geldwäsche zu unterbinden. Den beteiligten Behörden soll es gelungen sein, 263 Tatverdächtige zu ermitteln und insgesamt 58 Personen zu verhaften.

Maßnahmen in mehreren Ländern

Laut Interpol waren an Jackal IV Behörden aus 22 Ländern beteiligt, darunter neben Deutschland auch Österreich, die Schweiz, Frankreich, Irland, Italien, die Niederlande, Portugal, Spanien, Schweden, das Vereinigte Königreich, Argentinien, Kanada und die USA. Interpol selbst koordinierte die Operation den Angaben zufolge grenzüberschreitend und unterstützte durch spezielle Schulungen sowie bei Analysen und operativen Maßnahmen.

In seiner Mitteilung listet Interpol mehrere Beispiele für konkrete Maßnahmen in einzelnen Ländern auf, die Jackal IV zugeordnet werden. Dazu zählen etwa 17 Festnahmen sowie die Identifizierung von 196 Tatverdächtigen in Argentinien. Diese sollen die westafrikanischen Kriminellen etwa durch die Bereitstellung von Domains und Geldwäschediensten unterstützt haben.

In Italien soll ein Mitglied eines Geldwäschedienstes identifiziert worden sein. In Südafrika sollen zudem in Verbindung mit einem Betrugsring, der es auf ältere, englischsprachige Personen abgesehen hatte, mehrere Durchsuchungen durchgeführt, 2,67 Millionen US-Dollar beschlagnahmt, 257 Bankkonten gesperrt und 39 mutmaßliche Betrüger verhaftet worden sein.

Überdies wurde den Angaben zufolge in Rumänien eine kriminelle Vereinigung mit einem Callcenter für Finanzbetrug zerschlagen. Dabei nahmen die Strafverfolger laut Interpol elf Verdächtige fest und beschlagnahmten 330.000 Euro in Form von Bargeld und Kryptowährungen sowie mehrere Immobilien und Luxusuhren.


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