Wie kommt die Glasfaser bis zur Kellerwand?
Schauen wir uns die letzte Meile vom Glasfaser-Straßenverteiler bis zur Fiber-Fritzbox einmal genauer an: Irgendwann sehen Hausbesitzer und Mieter einen kleinen Bagger und große Kabelrollen vor dem Haus: Der Bürgersteig wird aufgerissen. In der Straße wird Glasfaser verlegt. Ein armdickes Bündel leerer Plastikrohre wird unter dem Gehweg vergraben.
An jedem glasfaserwilligen Haus wird ein einzelnes Röhrchen in Richtung Keller aus dem dicken Bündel herausgeführt. Später wird eine dünne Glasfaser in das leere Röhrchen eingezogen, eingeschoben oder mit Pressluft hineingeblasen.
In Deutschland werden die Rohre meist unter dem Boden verlegt. Das ist teuer und dauert sehr lange.
In Ländern wie Südkorea, Spanien oder Portugal, die eine hohe Glasfaserdichte haben, werden Glasfasern oft an die Außenwände von Häusern verlegt. Oder von Fenster zu Fenster gespannt. Das geht viel schneller, zu einem Bruchteil der Kosten. Es ist nicht immer schön, aber es funktioniert.
Glasfaser-Koffer für Bürgerabende
Idealerweise werden Bürger und Kommunen schon lange vor dem Baggertermin informiert, was die Glasfaserleute vorhaben. Auf der Breitbandmesse Connected Germany Ende 2023 im ICM der Messe München trafen wir Martin Herkommer, Leiter Strategische Geschäftsentwicklung bei der Deutsche Giganetz GmbH. Er zeigte einen Demokoffer mit allen typischen Ausbaukomponenten, die er sonst auch auf Bürgerversammlungen erklärt.
Im Gehweg: 24 Röhrchen mit je 7 mm
Für eine kurze Straße reicht oft ein Rohrverbund mit 24 leeren Röhrchen zu je 7 mm Außendurchmesser und 4 mm Innendurchmesser. Sie werden unter dem Bürgersteig verlegt und führen an jedem Haus erstmal vorbei. Soll ein Haus angeschlossen werden, wird dieser Rohrverband geöffnet, ein Röhrchen herausgezogen, verlängert und bis zum Haus geführt.
Gas-Wasser- und Ungeziefer-dichtes Bohrloch
Um ins Haus zu kommen, braucht man eine Bohrung, meist durch die Kellerwand, oft 20 oder 25 mm im Durchmesser. Diese Wanddurchführung bekommt eine Verschlusskappe außen und einen nach unten abgeknickten Hauseinführungspunkt innen im Keller.
Nachdem das dünnere Röhrchen durch das dickere Rohr geschoben wurde, wird alles versiegelt, oft mit einem Gas-Wasser-dichten Zweikomponentenharz, damit das Haus danach wieder dicht ist, und mit einer weißen Wanne, falls das Haus zum Beispiel im Grundwassergebiet steht.
Manchmal fragen sich die Hausbesitzer: Ist mein Haus dann auch noch dicht, kommt kein Ungeziefer rein, kommt kein Wasser rein? So kann es passieren, dass zwar die Mieter gerne Glasfaser hätten, aber der Hausbesitzer den Ausbau verweigert.
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Die typischen Angaben helfen hier aber nicht weiter. Jedes an einer Fritzbox verwendete...
Bei DSL würde ich nicht überlegen. Das hat keine Zukunft und könnte schon in paar Jahren...
In der Ausbildung öfter gesehen. Die Kollegen erzählten mir, dass die Variante aus...
Ich würde da ggf. gar nicht auf spezielle Modelle sondern mehr auf Hersteller bzw...
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