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500 Ladepunkte: Aral beschleunigt Ausbau von Schnellladenetz

Bis Ende des Jahres will Aral an bundesweit 120 Tankstellen Schnellladesäulen für Elektroautos aufstellen.
/ Friedhelm Greis
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Aral beschleunigt den Ausbau seines Schnellladenetzes. (Bild: Aral)
Aral beschleunigt den Ausbau seines Schnellladenetzes. Bild: Aral

Der Mineralölkonzern Aral will sein Schnellladenetz für Elektroautos deutlich schneller ausbauen als bislang geplant. Unter dem neuen Namen Aral pulse sollen bis zum Jahresende 500 Ladepunkte mit bis zu 350 Kilowatt Ladeleistung an mehr als 120 Aral-Tankstellen in Betrieb sein, teilte das Unternehmen am Dienstag mit(öffnet im neuen Fenster). "Wir werden die Anzahl unserer Ladepunkte in diesem Jahr verfünffachen", sagte Aral-Vorstand Patrick Wendeler und fügte hinzu: "Angesichts der steigenden Nachfrage nach Elektrofahrzeugen ist die Zeit reif, auch den Ausbau der Ladeinfrastruktur zu beschleunigen."

Von den 120 Standorten sollen sich rund 40 in Norddeutschland, 40 in Westdeutschland, 25 in Ostdeutschland und 20 in Süddeutschland befinden. Rein rechnerisch sind demnach vier Ladepunkte pro Standort vorgesehen. Bei der Nutzung eines Aral-Standortes im Dezember im mecklenburgischen Wittenburg funktionierte zumindest eine der beiden Schnellladesäulen. Über Dienstleister wie Plugsurfing ist eine Kilowattstunde bei Aral mit 69 Cent deutlich günstiger als bei Ionity mit 1,09 Euro.

Bis Ende Februar 2021 hat Aral der Mitteilung zufolge rund 100 Ladepunkte an 25 Tankstellen in Eigenregie in Betrieb. Sie liefern 100 Prozent Ökostrom und verfügen je nach Standort über eine Ladeleistung von bis zu 300 oder 350 Kilowatt. Damit könne ein Fahrzeug innerhalb von zehn Minuten Strom für eine Reichweite von bis zu 350 Kilometern laden. Allerdings können selbst Elektroautos wie der Porsche Taycan, die bereits die 800-Volt-Technik nutzen, derzeit nur Ladeleistungen von maximal 270 kW erreichen.

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Konkurrenz könnten die privaten Ladenetzbetreiber demnächst vom staatlichen Ladenetz der Bundesregierung erhalten. Dazu beschloss das Kabinett in der vergangenen Woche den Entwurf eines Schnellladegesetzes. Dieses soll die rechtlichen Grundlagen für den Aufbau eines öffentlichen Schnellladenetzes mit 1.000 Standorten schaffen. Zwar soll dem Entwurf zufolge der Aufbau der Ladeinfrastruktur "langfristig" eine Aufgabe der Wirtschaft sein, jedoch existieren nach Ansicht der Regierung derzeit "zu wenige gewinnbringende Geschäftsmodelle für den Aufbau und Betrieb eines flächendeckenden und zunächst die Nachfrage übersteigenden Schnellladenetzwerks".


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