500 km Reichweite: Audi baut mit dem Q6 E-Tron einen Elektrogeländewagen

Kommt der Audi Q6 E-Tron zu spät auf den Markt? Der Elektro-SUV, der gegen den bereits erhältlichen Tesla X positioniert wird, soll erst 2018 erscheinen. Der Q6 E-Tron soll mit einer Akkuladung allerdings 500 km weit fahren, beim X sind es nur etwa 400 km.
Der Audi Q6 E-Tron soll einem Bericht des Handelsblatts(öffnet im neuen Fenster) zufolge im belgischen Brüssel gebaut werden. Bisher wird dort der Audi A1 gebaut, der künftig in Spanien bei Seat gefertigt wird. Die Produktion des Q3 hingegen soll von Spanien nach Ungarn verlagert werden.
Die Studie eines elektrischen Geländewagens stellte Audi bereits im September auf der IAA 2015 in Frankfurt vor. Nun wurde grünes Licht für die Produktion gegeben. Nach Handelsblatt-Informationen sollen die Akkus von Samsung und LG Chem geliefert werden. LG Chem baut für mehrere 100 Millionen Euro dazu eine Fabrik in der Nähe von Breslau.
Das SUV, das auf der IAA gezeigt wurde, heißt Audi E-Tron Quattro Concept und besitzt bewegliche Aerodynamikelemente an der Front, den Flanken und am Heck sowie einen wie bei der Formel 1 aerodynamisch optimierten Unterboden. Der cw-Wert liegt bei 0,25. Wie viele dieser Merkmale in die Serie fließen werden, ist noch nicht abzusehen.
Die auf der IAA gezeigte Studie basiert auf dem modularen Längsbaukasten der zweiten Generation und ist etwas größer als der Audi Q5 und kleiner als der Q7. Der Lithium-Ionen-Akku ist zwischen den Achsen unter der Fahrgastzelle untergebracht. Ob der Q6 E-Tron wie die Studie auch drei Elektromotoren besitzt – eine an der Vorderachse, zwei an der Hinterachse – ist nicht bekannt.



