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50 Millionen: Andreas Scheuer verspricht bessere Spieleförderung

Gamescom 2020
Der Bundesminister kündigt mehr Fördergeld und schnellere Verfahren für deutsche Spielentwickler an.
/ Peter Steinlechner
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Andreas Scheuer bei Yager Development (Bild: Gamescom Congress 2020)
Andreas Scheuer bei Yager Development Bild: Gamescom Congress 2020

Nun soll endlich alles besser werden: Nachdem Spielentwickler sich in den vergangenen Monaten teils massiv über die unzureichende finanzielle Förderung geäußert haben, verspricht der zuständige Bundesminister Andreas Scheuer (CSU) nun "mehr Geld" und "schnellere Verfahren" .

Nach der Zustimmung durch die EU sei es nun möglich, deutsche Projekte mit "Beträgen in Millionenhöhe zu fördern" , sagte der Politiker bei einem Besuch in den Räumen des Berliner Entwicklerstudios Yager Development.

Die Spielefirmen in Deutschland können ab dem 28. September 2020 ihre Anträge auf die neue Förderung einreichen. Bislang gab es wegen der ausstehenden Freigabe durch die EU nur eine sogenannte De-minimis-Förderung mit maximal 200.000 Euro für ein Spiel - das ist nur für kleine und mittlere Projekte eine Hilfe.

Eigentlich ist bereits seit dem Bundeshaushalt für das Jahr 2019 eine Summe von rund 50 Millionen Euro an Förderung für deutsche Entwickler vorgesehen - nur ist davon bislang nur wenig Geld tatsächlich geflossen.

Im Sommer 2020 hatte ein anonymer, aber wohl authentischer Bericht über Missstände bei der Bearbeitung der Anträge durch das Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur (BMVI) und das zwischenzeitlich mit der Bearbeitung beauftragte Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) für Diskussionen in der Branche gesorgt.

Felix Falk, der Geschäftsführer des Branchenverbands Game, begrüßt Scheuers Äußerungen: "Ich bin dankbar für die Zusage, dass aus den Erfahrungen der letzten Monate gelernt wurde und die Abwicklung der Förderung in Zukunft möglichst schnell, unbürokratisch und auf die Bedürfnisse der Games-Unternehmen zugeschnitten sein soll."

Im aktuellen Haushaltsplan für 2020 sind ebenfalls rund 50 Millionen Euro Förderung für die deutsche Entwicklerszene vorgesehen. Nach aktuellem Stand soll es bis 2023 ähnliche Summen geben - insgesamt stehen also rund 250 Millionen Euro zur Verfügung. Bislang hat sich kein Unternehmen öffentlich mit Plänen geäußert, für eines seiner Projekte die Millionenförderung zu beantragen.


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