50 MBit/s: Neue Mobilfunkfrequenzen werden ab Mai versteigert
Die Bundesnetzagentur hat den Zeitplan für die geplante Versteigerung von Mobilfunkfrequenzen für mobiles Internet mit mindestens 50 MBit/s bekanntgegeben. Wie die Behörde am 29. Januar 2015 erklärte(öffnet im neuen Fenster), können Unternehmen, die an der Versteigerung teilnehmen wollen, bis zum 6. März 2015 ihre Zulassungsanträge stellen. Die Durchführung der Auktion sei für Mai/Juni 2015 in Mainz geplant.
Die Entscheidung schaffe die "Voraussetzungen für die Versteigerung von Frequenzen für mobiles Breitband", sagte Behördenchef Jochen Homann. "Als erstes Land in Europa wollen wir auch die Frequenzen im 700-Megahertz-Bereich hierfür vergeben." Dies könne insbesondere im ländlichen Raum "die Breitbandversorgung im Wettbewerb der Anbieter spürbar verbessern".
Dabei sind Übertragungsraten von mindestens 50 MBit/s pro Antennensektor zu erreichen. Den Haushalten sollen 10 MBit/s zur Verfügung gestellt werden.
Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica Deutschland dabei
Die drei deutschen Mobilfunkbetreiber Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica Deutschland (O2) gelten als sichere Teilnehmer. Liquid Broadband könnte der neue vierte deutsche Betreiber werden. Im Vordergrund stehen hier die NetStations, kleine Funkstationen (eNodeB), die ein 4G-Netz (LTE) aufbauen. Sie können in Privathaushalten, öffentlichen Gebäuden und Unternehmen aufgestellt werden und sollen die Mobilfunkversorgung im Umkreis mehrerer hundert Meter gewährleisten. Ergänzend würden Makro-Funkzellen für eine bundesweite Netzabdeckung auch außerhalb von Ballungsgebieten sorgen.
NetStations sollen eine Reichweite von 500 Metern haben. Im Vergleich zu herkömmlichen Mobilfunkstationen ist das äußerst wenig. Bisherige Anlagen haben eine Reichweite von bis zu 15 Kilometern. Hinter Liquid Broadband steht eine Reihe mittelständischer Unternehmen. Doch die Firma hält das Vergabeverfahren für rechtswidrig und prüft Rechtsmittel.
Laut Bitkom wird mit der Versteigerung Mobilfunk mit LTE-Advanced mit bis zu 1 Gigabit pro Sekunde möglich. "In wenigen Jahren könnte dann der als 5G bezeichnete LTE-Nachfolgestandard diese Frequenzen ebenfalls nutzen", so der IT-Branchenverband.
Es geht um die Versteigerung von Mobilfunkfrequenzen, deren Laufzeit endet, sowie Rundfunkfrequenzen, die durch die Umstellung auf DVB-T2 frei werden.
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