50 Jahre Viking 1: Als die Suche nach Leben auf dem Mars begann
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Vor 50 Jahren landete Viking 1 auf dem Mars. Die Mission sollte eine der größten Fragen der Menschheit beantworten: Gibt es außerirdisches Leben? Eine eindeutige Antwort blieb aus – bis heute.
Am 20. Juli 1976, nach exakt elf Monaten Reisezeit, setzte die Landefähre von Viking 1(öffnet im neuen Fenster) auf der Marsoberfläche auf. Es war bereits das vierte künstliche Objekt, das von der Erde zur Marsoberfläche geschickt worden war, aber das erste, das seine Landung unbeschadet überstand.
18 Tage später folgte die Landefähre von Viking 2. Bis 1982 konnten beide zusammen 4.500 Bilder von der Planetenoberfläche zur Erde schicken. Parallel dazu erstellten die beiden Orbiter, die noch immer um den Mars kreisen, eine nahezu vollständige Karte der Marsoberfläche.
Vier Experimente befanden sich an Bord, die das Ziel hatten, nach organischem Leben auf dem Mars zu suchen. Und als wäre das noch nicht genug, schoss der Orbiter von Viking 1 kurz nach dem Erreichen der Umlaufbahn das berühmt gewordene Foto vom Marsgesicht(öffnet im neuen Fenster).
Unweit der 3 km langen Formation ließen sich zudem mit etwas Fantasie Pyramiden erkennen, so dass das Bild für einige Aufregung sorgte. Vielleicht nicht in der Wissenschaft, aber allein die popkulturellen Bezüge auf die Aufnahme ergeben eine beachtliche Liste, die noch immer länger wird.
Experimente blieben uneindeutig
Den Beleg für Leben sollten dagegen Experimente mit Bodenproben liefern. Sie waren so aufgebaut, dass mit möglichst einfachen Methoden selbst winzigste Spuren organischer Aktivität hätten nachgewiesen werden können. Und man wies tatsächlich Veränderungen nach, von denen aber selbst nach 50 Jahren und immer neuen Versuchen der Datenauswertung noch unklar ist, ob sie vielleicht wirklich auf Mikroben zurückzuführen oder komplett durch einfache chemische Reaktionen zu erklären sind.
16 kg Material waren mit den Viking-Sonden auf dem Mars gelandet, die für die Suche nach Leben bestimmt waren. Damit konnten vier Experimente an eingesammelten Bodenproben durchgeführt werden, jedes davon hätte den Nachweis für die Existenz früherer oder noch aktiver Organismen liefern können.
Dafür kam das Kohlenstoffisotop 14C zum Einsatz. In einem Experiment hätte Kohlenstoffdioxid von potenziellem Leben unter Zugabe von Licht und Wasser in eine andere Kohlenstoffverbindung umgewandelt werden können. In einer Nährlösung hätte 14C von Mikroben im Boden wiederum in CO2 umgesetzt werden können.
Der Clou dahinter: Der Nachweis von 14C gelingt mit vergleichsweise wenig Aufwand, so dass man eine Veränderung der Menge gut hätte nachmessen können.
Bei weiteren Versuchen sollten Gasgemische eher unbestimmte Reaktionen in Bodenproben hervorrufen. Veränderungen wurden in allen Experimenten registriert, in Kontrollexperimenten aber teils widerlegt oder nicht erneut in ähnlicher Weise gemessen.
Aber nichts Genaues weiß man bis heute nicht. Am Ende lässt sich festhalten, dass die Experimente weder Leben auf dem Mars widerlegen noch seine Existenz belegen konnten. Vielleicht lassen sich die gemessenen Veränderungen auf Leben zurückführen, vielleicht hat das Landemanöver genau an der Stelle die Bodenproben unbrauchbar gemacht.
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