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Damals teuer, heute fast geschenkt

Abseits der technischen Herausforderungen dürfte es noch einen weiteren Grund gegeben haben, weshalb der Mars nach Viking erst einmal in Ruhe gelassen wurde: natürlich die Kosten. Die Suche nach Leben war so teuer, dass sie jahrzehntelang nicht wiederholt wurde.

Eine Milliarde US-Dollar gibt die Nasa als Projektkosten an, um die beiden Sonden mit zwei Orbitern und zwei Landefähren auf die Reise zu schicken. Wohlgemerkt 1976. Inflationsbereinigt wären das stand 2026 knapp 6 Milliarden US-Dollar.

Schnellere Prozessoren und leistungsstärkere Materialien sowie eine Stromversorgung mit Solarzellen statt Kernspaltungsbatterien ermöglichten zwei Jahrzehnte später leichtere Sonden, die mit deutlich weniger Aufwand abheben konnten. Der Mars Pathfinder von 1996 liegt zum Beispiel bei inflationsbereinigten 500 Millionen Dollar. Allerdings handelte es sich hierbei eher um eine Erkundungsmission.

Aber auch deutlich anspruchsvollere Missionen wie zum Beispiel Mars Science Laboratory(öffnet im neuen Fenster) haben mit 3 Milliarden Dollar knapp die Hälfte der Viking-Mission gekostet.

Kommerzialisierung soll bemannte Flüge ermöglichen

Erst sinkende Startkosten und kommerzielle Raumfahrt machen langfristige Marsprogramme überhaupt wieder denkbar. Bei SpaceX, wo öffentlichkeitswirksam vom bemannten Marsflug gesprochen wird, geht es um ganz andere Summen. Ein paar Hundert Tonnen Material müssten dann zusammen mit den Marsbesuchern auf die Reise geschickt werden. Allein dadurch wird der Energieaufwand mindestens verhundertfacht.

Aktuell dürfte ein solches Vorhaben mindestens 50 bis 100 Milliarden US-Dollar kosten. Zumal ohne Mondbasis kaum eine erfolgversprechende Mission realisierbar sein dürfte, die mit Blick auf das Artemis-Programm noch erheblich teurer werden dürfte.

Die Kosten sollen später per Marstourismus ausgeglichen werden. Knapp 100.000 Dollar soll so eine Reise einmal kosten. Bei einer zehnprozentigen Marge müsste man mindestens zehn Millionen Touristen auf die Reise schicken – nun ja.

So gesehen war die Viking-Mission dann doch ein Schnäppchen, wenn man bedenkt, dass die ersten Fotos von der Marsoberfläche schon seit 50 Jahren faszinieren. Und es bleibt die Frage nach Leben auf dem roten Planeten, die trotz der zahlreichen Nachfolgemissionen weiterhin unbeantwortet ist.


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