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50 Jahre Mondlandung:
Die Krise der Raumfahrtbehörden

Schon die Wiederholung der Mondlandung wirkt 50 Jahre später fast utopisch. Gerade bei der Nasa findet immer weniger Raumfahrt statt. Das liegt am Geld – aber nicht daran, dass die Raumfahrt nicht genug davon hat.
/ Frank Wunderlich-Pfeiffer
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Auch 2019 existiert die Schwerlastrakete SLS nur als Computergrafik. (Bild: NASA/Marshall Space Flight Center)
Auch 2019 existiert die Schwerlastrakete SLS nur als Computergrafik. Bild: NASA/Marshall Space Flight Center

1961 kündigte John F. Kennedy eine Mondlandung an, noch bevor das Jahrzehnt zu Ende sei. Um die Überlegenheit der USA öffentlich unter Beweis zu stellen, wurden dem Programm für dieses Ziel fast beliebig hohe Geldsummen zur Verfügung gestellt. In den Spitzenzeiten machten die Ausgaben für die Nasa(öffnet im neuen Fenster) im Bundesetat der USA(öffnet im neuen Fenster) mehr als 4 Prozent aus, vergleichbar mit Posten wie der Gesundheitsversorgung und doppelt so viel wie beim staatlichen Wohnungsbau.

Heute macht das Nasa-Budget nur noch 0,5 Prozent des US-Bundeshaushalts aus. Fehlt der Nasa also nur das Geld für eine Mondlandung? Nein. Inflationsbereinigt gab die Nasa von 1958 bis 1970 rund 21 Milliarden US-Dollar pro Jahr aus. Die Budgets seit dem Jahr 2000 lagen mit etwa 18 Milliarden US-Dollar im Durchschnitt nicht weit unter den Ausgaben der Apollo-Ära. Das Wirtschaftswachstum macht es möglich. Mit umgerechnet 6 Milliarden US-Dollar ist auch das heutige Esa-Budget substanziell.

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