Die Esa war einmal wie SpaceX

Auf SpaceX wurde in der etablierten Raumfahrt in den USA wie auch in Europa ungläubig reagiert. Dabei hätten gerade die Mitarbeiter von Esa und Arianespace in SpaceX vieles aus der eigenen Geschichte wiedererkennen müssen. Auf dem kommerziellen Markt unterboten die Ariane-4-Raketen bis in die 90er Jahre hinein jede westliche Konkurrenz.

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Das Konzept der Ariane 4 bestand aus kleinen Viking-Triebwerken, die in Massenfertigung vergleichsweise billig hergestellt werden konnten. Die erste Stufe hatte vier bis acht dieser Triebwerke, die zweite Stufe ein weiteres. Das Konzept erinnert an die Falcon 9. Selbst ein Experiment zur Wiederverwendung der ersten Stufe wurde bei der Ariane unternommen. Nur das ineffizientere Viking-Triebwerk machte eine dritte Stufe nötig. Sie war so einfach wie möglich gebaut. Ihre Form war optimiert für möglichst geringes Gewicht und ihr Wasserstofftriebwerk konnte nur einmal ein- und ausgeschaltet werden.

Viel Aufwand betrieben ohne Ergebnis

Aber dieser zielgerichtete Pragmatismus verschwand mit der Ariane 5 und dem kleinen Spaceshuttle Hermes. Das Raumschiff wurde immer schwerer, aber die Anforderungen wurden nicht gesenkt. Eine größere Rakete sollte es richten. Am Ende war die Ariane 5 fast doppelt so groß wie geplant - zu groß und zu teuer für den kommerziellen Markt. Hermes wurde schließlich ganz aufgegeben.

Die Ariane 5 fliegt mit dem gleichen Triebwerk wie die Ariane 2. Ändern soll sich das erst mit der Ariane 6. Das neue Vinci-Triebwerk ist weltweit das effizienteste Triebwerk seiner Klasse. Ansonsten ist es vergleichbar mit dem CE-20 Triebwerk der indischen GSLV-Mk-III-Rakete. Mit dem CE-20 könnte die Ariane 6 etwa 800 kg Nutzlast weniger transportieren.

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Allerdings hat die Oberstufe der Ariane 6 eine sehr ungünstige Geometrie. Ihre Leermasse beträgt rund 16 Prozent der Vollmasse. Bei der Ariane 4 waren es nur 10 Prozent. Mit 31 Tonnen Treibstoff büßt sie allein dadurch 2.250 kg an Nutzlast ein. Damit ist das Ergebnis von 20 Jahren High-Tech-Entwicklungarbeit an Vinci am Ende fast ohne Wert.

Die Hoffnung auf eine neue alte Esa

Über Kosten spricht Arianespace, die verantwortliche Firma, ungern. Gerade beim Vinci und der Oberstufe heißt es auf Nachfrage lediglich: "Das kommunizieren wir nicht." Aber die Kosten sind zu hoch. Deshalb wird mit dem ETID-Programm an einem günstigeren Nachfolger von Vinci gearbeitet, mit etwas mehr als dem halben Schub. Beworben wird das Programm nicht mit Effizienzrekorden, sondern niedrigen Produktionskosten, wenn auch ohne Zahlen.

Das Prometheus-Triebwerk, mit ähnlichen Leistungsdaten wie die Triebwerke der Falcon 9, soll zusammen mit ETID die Grundlage für eine neue Generation von Raketen nach der Ariane 6 bilden. Hier nennt Arianespace sogar geplante Stückkosten, nur 1 Million Euro pro Triebwerk. Es bleibt abzuwarten, ob diese Entwicklung eine Trendwende hin zu den pragmatischen Anfängen von Arianespace und der Esa ist.

Zumindest die Grundlage für eine kostengünstige und wiederverwendbare Trägerrakete wäre gelegt, vielleicht sogar für günstigere Weltraummissionen nach dem Vorbild der Jaxa. Noch wichtiger ist aber, eine neue Grundlage für das Vertrauen der steuerzahlenden Geldgeber aufzubauen. Bei Galileo und Ariane 6 gab es kostspielige Fehler, die sich nur durch verantwortungsvolle Entscheidungen überwinden lassen.

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 50 Milliarden Dollar und keine Mondlandung
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plutoniumsulfat 27. Jul 2019

Nun, ich habe mich etwas kurz gefasst. Selbstverständlich benötigt man High-Tech, aber...

Janquar 22. Jul 2019

Ich hab das mal überprüft. Mein Klopapier ist seit ewigkeiten immer gleich. Die Technik...

Janquar 22. Jul 2019

Ich kann mit den Aussagen irgendwie nix anfangen... Wenn es darum ginge Geldflüsse zu...

oxybenzol 21. Jul 2019

DC-X wurde in den 90er zugunsten von SSTO begraben. COTS, also privater Transport war...

rafterman 21. Jul 2019

Monstrum geworden zu sein wie bei uns die Öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalten, immer...



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