50 Jahre Apple: Das Vermächtnis von Steve Jobs
Nein, nach Revolution, Erfolg und Weltkonzern sah das, was Steve Jobs und Steve Wozniak 1976 in ihrer kalifornischen Garage zusammengeschraubt hatten, nicht aus: Der Apple I im schnöden Holzkasten hatte 4 Kilobyte Schieberegister-RAM, eine Videoschnittstelle, Anschlüsse für Tastatur und Audiokassetten als Massenspeicher. Am 1. April 1976, vor genau 50 Jahren, gründeten Jobs und Wozniak zusammen mit Ron Wayne Apple Inc. und präsentierten das Gerät erfolgreich im Homebrew Computer Club.
Ein Computer für alle
Doch die Vision stand: Der Apple-Computer sollte ein Rechner für die Massen sein, ein "Microcomputer", von Laien bedienbar – und deutlich günstiger als die damals üblichen Großrechner und schwer bedienbaren Terminal-Computer der unteren Preisklasse. Jobs und Wozniak waren nicht die Ersten mit dieser Idee: Schon 1975 hatte das Unternehmen MITS mit dem Altair 8800 einen vergleichsweise günstigen Rechner als Bausatz auf den Markt gebracht.
Doch Jobs und Wozniak hatten das Konzept durchdacht und neu auf die Beine gestellt. Revolutionär am Apple I war, dass er bereits über ein modernes Bedienkonzept verfügte: Input per Tastatur, Output über einen Bildschirm. Der Apple I konnte per Composite-Signal an zeitgenössischen Monitoren oder per RF-Adapter an jedem beliebigen TV-Gerät betrieben werden. Softwareseitig gab es eine Firmware und ein Betriebssystem in Form von Apple Basic.
Ein langes Leben war dem Apple I allerdings nicht beschert: Der ambitionierte Verkaufspreis von 666,66 US-Dollar (nach heutiger Kaufkraft etwa 3.900 US-Dollar/3.400 Euro), das relativ geringe Interesse der Kundschaft an dieser Geräteklasse und der Vertrieb nur über einen lokalen Elektronikhändler namens Byte Shop erlaubten den Absatz von rund 200 Stück bis zum Produktionsende 1977. Das macht den Garagen-Apple zu einem begehrten Sammlerstück, das heute in Auktionen sechsstellige Beträge erzielt. Damals allerdings war er eine Spur zu früh dran.
Apple II: die langlebige Cash-Cow
Das änderte sich mit dem Apple II: Der noch vollständig (!) von Steve Wozniak entworfene Rechner kam 1977 auf den Markt und kann als erster moderner PC bezeichnet werden: Tastatur, Monitor, ein System mit acht Steckplätzen für Erweiterungen, all das in einem grauen Polycarbonat-Gehäuse. Der Clou war jedoch, dass er ein offenes System war: Hobbybastler konnten ihn noch nachbauen, auch wenn Apple die Technik eigentlich nicht lizenzierte. Doch der Apple II war für jedermann dokumentiert und bestand aus Standardkomponenten.
Dem Erfolg des mit Apple DOS betriebenen Apple II tat das keinen Abbruch: Er kam zur rechten Zeit und pünktlich zum Beginn des Heimcomputer-Zeitalters, er war beliebt bei Spieleentwicklern und dank Software wie Apple Works auch für Büros eine gute Wahl.
Der Rechner wurde zu Apples ersten großem Erfolg und zu einem der langlebigsten Produkte, die das Unternehmen je herausgebracht hat: Rechnet man alle Apple-II-Linien zusammen- es gab immer wieder Hardware-Upgrades und mit dem Apple IIc 1984 sogar einen frühen portablen Rechner -, wurde der Apple II bis 1993 produziert.
Lisa macht Betriebssysteme grafisch
Allerdings hatte Steve Jobs schon die Zukunft im Auge: 1979 sah er sich den zu diesem Zeitpunkt bereits fünf Jahre alten Forschungsrechner Xerox Alto an: Er besaß eine grafische Benutzeroberfläche samt Maussteuerung. Jobs zögerte nicht lange und versuchte, das Konzept für den Apple-II-Nachfolger zu übernehmen.
Das Resultat war 1983 die Lisa. Der Name war laut Apple ein typisches Achtziger-Jahre-Akronym und stand für Locally Integrated Software Architecture. Aber wie es der Zufall wollte, trug auch Jobs 1978 geborene Tochter diesen Namen.
Das System verfügte tatsächlich über eine grafische Benutzeroberfläche samt Maus und ein Betriebssystem namens Lisa OS und war damit der erste kommerziell erhältliche PC, der über diese Technik verfügte. Das Problem: Lisa war mit einem Basispreis von 9.995 US-Dollar (heute rund 33.400 US-Dollar/28.800 Euro) unfassbar teuer, selbst für damalige Verhältnisse.
Der Rechner kam zudem in einen Markt, in dem die ersten IBM-PCs und zahlreiche Heimcomputer wie der Atari 400, der Sinclair ZX80 oder der C64 für deutlich schmalere Geldbeutel zu haben waren. Zudem gab es mächtige Konkurrenz aus dem eigenen Unternehmen: Der Apple II – gleichzeitig mit Lisa wurde der Apple IIe auf den Markt gebracht – war schon lange etabliert. Und dann geisterten in der Fachpresse auch noch Gerüchte über eine deutlich erschwinglichere Baby-Lisa mit ähnlichen Funktionen herum.
Der erste Mac reißt das Ruder rum
Diese Gerüchte sollten sich ein Jahr später bewahrheiten: Apple nahm Lisa vom Markt und präsentierte stattdessen den Macintosh, der das Lisa-Konzept neu dachte: günstigere Hardware, ein neues OS namens System, alles zusammengeschnürt in einem kompakten Komplettgerät. Der Mac war mit 2.496 US-Dollar (nach heutiger Kaufkraft rund 8.000 Dollar/6.900 Euro) deutlich günstiger als die Lisa und bot ein attraktives Gesamtpaket .
Das grafische Mac-System – später einfach MacOS – legte ganz nebenbei die Messlatte für andere Hersteller hoch: Commodore kopierte das Konzept mit Amiga DOS, Atari mit TOS, Microsoft knapp zwei Jahre später mit der ersten Windows-Version.
Was dann auch das Problem des Mac war: Im Vergleich zu anderen Heimcomputern war auch er zu teuer, der Mehrwert des neuen Bedienkonzepts erschloss sich anfangs vielen potenziellen Käufern nicht. Zumal nach wie vor der günstige Apple II mit Textoberfläche im Portfolio war.
Apples Niedergang in den 80ern und 90ern und Jobs Rückkehr
So innovativ der Macintosh war, so schlecht verkaufte er sich anfangs. Das änderte sich mit den Nachfolgemodellen, die nach und nach günstiger und besser wurden. Um an Geld zu kommen, war Apple bereits 1977 in eine Kapitalgesellschaft umgewandelt worden.
Jobs und Wozniak waren dadurch nicht mehr die Chefs ihres eigenen Unternehmens. Bis 1982 hatte Mike Markulla als Inhaber von 26 Prozent der Firmenanteile den Posten des CEO inne, doch er wollte aufhören. Die Wahl für seinen Nachfolger fiel 1983 auf den Pepsi-Marketingchef John Sculley.
Sculley galt als Marketinggenie und wurde von Steve Jobs zunächst als gute Wahl angesehen. Allerdings mehrten sich die Konflikte, die letztlich dazu führten, dass Jobs sein Unternehmen 1985 verlassen musste.
Unter Sculley blühte Apple zunächst auf: Der Mac lief nach Startschwierigkeiten gut, es kamen zahlreiche Innovationen auf den Markt, darunter der Apple Laserwriter und der tragbare Macintosh Portable. Allerdings neigte das Unternehmen in dieser Zeit dazu, das Portfolio regelrecht zu zerfasern: Es gab immer mehr Produktlinien mit immer zahlreicheren, untereinander oft schwer abgrenzbaren Macs.
Es gab Fehlentscheidungen wie die Lizenzierung des MacOS-Betriebssystems an andere Hersteller. Und dann war da noch der Ultra-Flop Newton. Die Umsätze sanken, gleichzeitig drückte die Konkurrenz, vor allem aus dem PC- und Heimcomputer-Markt, die technisch längst aufgeholt hatten.
Jobs Rückkehr beendet die verschlafenen 90er
Sculley musste 1993 nach dem Newton-Debakel aufgrund vieler Fehlentscheidungen seinen Hut nehmen. Michael Spindler folgte als CEO und führte Apple erfolgreich in die PowerPC-Ära, war aber kaum in der Lage, das Unternehmen wieder auf die Schiene zu stellen; stattdessen kamen zu den allgemeinen Problemen mit dem Portfolio noch Qualitätsschwierigkeiten hinzu, die den Mac – auch im Hinblick auf den aufblühenden IBM-PC-Markt – für Kunden immer uninteressanter machten. Auf Spindler folgte 1996 Gil Amelio, der ein fast bankrottes Unternehmen übernahm, das wichtige Entwicklungen der 1990er Jahre verschlafen hatte und über veraltete Betriebssysteme verfügte.
Amelio traf in seinem Amt genau zwei wichtige Entscheidungen für Apple: Im Dezember 1996 übernahm Apple Steve Jobs neues Unternehmen Next samt dem Gründer. Und Jobs wurde wieder ans Ruder gelassen. Der krempelte das Geschäft umgehend um, strich ineffiziente Produktlinien und Forschungsprojekte und erkannte die Zeichen der Zeit.
Mit dem iMac lieferte Jobs zusammen mit Designer Jony Ive 1998 eine Neuauflage des Ur-Mac-Konzepts, angepasst an die fröhlichen 90er Jahre und das aufkommende Internet: Der iMac wurde über Nacht zur Computerikone für das neue Jahrtausend und sein revolutionäres Konzept, das auf Schnittstellen jenseits von USB, Modem und Netzwerk verzichtete, wies den Weg in Apples Zukunft.
Die Plastikära: bunte Technik gegen Graukisten-Einerlei
Steve Jobs hatte verstanden, dass Apple im inzwischen sehr starken PC-Markt nur überleben konnte, wenn das Unternehmen die Nase vorn hatte: technologisch, aber auch in Sachen Design. Im iMac wie auch im iBook und Powermac aus dieser Ära, verpackt in durchsichtigem Kunststoff, spiegelt sich die neue Liebe zur Technik wieder: Die Geräten zeigten stolz ihr Innenleben, waren fröhlich und bunt – und damit ein Gegenentwurf zum Graukisten-Einerlei, das der PC-Markt seinerzeit zu bieten hatte.
Mit dem Internet kam auch MP3, Tauschbörsen inklusive, und Apple erkannte unter Steve Jobs, dass die Zeit für einen MP3-Player gekommen war. Hier sollte sich die Strategie für das neue Jahrtausend manifestieren: Vorhandenes nehmen, durchkauen – und als deutlich besseres Produkt wieder auspucken.
Der iPod: Innovation, Lifestyleprodukt und Rettungsanker
MP3-Player gab es viele, doch die setzten entweder auf teure Speicherkarten oder lästige CDs. Plus: Die Steuerung war ebenfalls an CDs angelehnt, die Verbindung mit USB 1.1 meist sehr lahm, was bei der Menge der MP3-Dateien ärgerlich war.
Apple nahm sich auch hier die vorhandenen Lösungen vor und präsentierte 2001 pünktlich zum Weihnachtsgeschäft mit dem iPod ein Gerät, das die Schwächen bisheriger Player beseitigte: Statt USB gab es die flotte Firewire-Schnittstelle, ein Scrollrad sorgte für eine schnelle Bedienung auch in großen Musiksammlungen.
Der erste iPod war im Vergleich zu Geräten anderer Hersteller mit 399 US-Dollar zwar extrem teuer. Apple schaffte es jedoch, ihn trotz der seinerzeit als lästige Bloatware empfundenen Bindung an die Software iTunes als Lifestyleprodukt zu vermarkten, zunächst nur für den Mac.
iTunes als erfolgreicher Online-Musikmarkt
Der große Erfolg kam ab Oktober 2003: Apple veröffentlichte iTunes für Windows, womit der iPod auch von PC-Nutzern verwendet werden konnte. Spätestens jetzt gab es kein Halten mehr: Die Verkaufszahlen schossen in die Höhe, der iPod war das Trend-Gadget, das jeder haben wollte.
Schon im April 2003 stellte Apple mit dem iTunes Store nicht den ersten, aber seinerzeit wohl erfolgreichsten Online-Musikmarkt auf die Beine: Statt MP3s illegal zu laden, konnten Nutzer sie hier einfach kaufen. Das war praktisch und obendrein günstiger als die damals noch weit verbreiteten CDs.
Device gegen illegale Kopien
Apple landete auf diese Weise einen mehrfachen Treffer: Der Hersteller hatte ein luxuriöses Lifestylegerät im Programm, das sich wie geschnitten Brot verkaufte, hohe Margen für das Unternehmen inbegriffen. Gleichzeitig befriedete Apple durch die iTunes-Bindung die skeptische Musikindustrie: Der iPod konnte anders als andere Player nur sehr umständlich als Schwarzkopie-Device benutzt werden.
Die User ihrerseits nutzten oft nur illegale Quellen, weil es eben komfortabel war – das fing der iTunes Store ab und produzierte erneut Cash. Und dann gab es da noch den Halo-Effekt: Wer einen iPod kaufte, war früher oder später auch einem Mac nicht abgeneigt, denn dort lief die Kombo nach wie vor am zuverlässigsten.
Intel-Umstieg sorgt für mehr Popularität
2006 hatte Apple zudem genug von den schleppenden PowerPC-Entwicklungen, verpasste dem Mac-Lineup Intel-Prozessoren und multiplizierte die Leistung. Nachdem einige Hacker herausgefunden hatten, dass sich auch Windows auf den Geräten installieren ließ, fügte sich Apple dem Nutzerwillen und ermöglichte mit Bootcamp offiziell Windows auf dem Mac.
Das ließ die Verkaufszahlen der Mac-Plattform explodieren, da sich das Umstiegsrisiko für Windows-Nutzer massiv verringerte. Geräte wie das Macbook Pro (hier unser Jubiläumsartikel zu 20 Jahren Macbook) oder der inzwischen stark verschlankte iMac wären ohne Intel-Prozessor wahrscheinlich kaum so erfolgreich gewesen.
Das iPhone und das iPad: iPod auf Steroiden
Doch die Welt dreht sich weiter, und nichts ist so alt wie die Technik von gestern. Handys wurden immer leistungsfähiger, erste Smartphones mit cleveren Funktionen der bekannten Hersteller Nokia und Sony Ericsson erschienen, oft wenig erfolgreich.
Wie beim iPod nahm Apple Vorhandenes, analysierte es und stellte 2007 ein radikal neues Produkt auf die Beine: das iPhone. Telefon und iPod in einem, Touchscreen statt Tasten, kein Stylus. In der ersten Version kam das iPhone noch mit lausiger Kamera, ohne App Store und mit lästiger Exklusiv-Vertragsbindung. Viele IT-Journalisten erklärten das Gerät zum Flop, doch es war vom Start weg ein Erfolg.
Schnell nach dem Launch kamen Jailbreaker auf, die versuchten, das damals noch sehr eingeschränkte iPhone sinnvoller nutzbar zu machen, etwa für Spiele oder Anwendungssoftware. Auch hier reagierte Apple auf den Kundenwunsch und erfand 2008 den App Store, der das Nachinstallieren von Software auf dem Smartphone deutlich erleichterte.
Für alle, die nicht willens waren, für einen (neuen) Mobilfunkvertrag zu bezahlen, nahm Apple noch ein iPhone ohne Mobilfunk ins Programm: den iPod Touch. Der zeigte dann auch, wohin die Reise gehen sollte: 2010 präsentierte der Apple-CEO das iPad als Gerät zwischen Mac und iPhone. Wieder wollte niemand so recht an den Erfolg glauben, doch Steve Jobs belehrte die Skeptiker einmal mehr eines Besseren.
Steve Jobs Tod – und die Cook-Stagnation
2011 erlag der Apple-Gründer und CEO einem Krebsleiden, der zuletzt kommissarisch eingesetzte CEO Tim Cook übernahm anschließend die Geschäfte. Cook war und ist kein Revolutionär, weshalb viele Apple-Fans Sorge hatten, dass sich die Probleme der 1990er Jahre wiederholen könnten.
Tatsächlich brachte Cook zunächst keine revolutionär neuen Produkte auf den Weg, sondern diversifizierte das Portfolio. Unter seiner Führung blieb Apple – anders als in den 1990ern – Technologieführer und Trendsetter.
Zudem öffnete sich das Unternehmen ein wenig, neue Smart Devices wie die Apple Watch, die Airtags oder die Homepod-Linie führten konsequent den Apple-Gedanken weiter. Mit Diensten wie iCloud, Apple Music und Apple TV+ stellte Cook den Anbieter auch in Sachen Services solide auf.
Obwohl oft als Verwalter kritisiert, muss man Cook eine gewisse Experimentierfreude attestieren: Obwohl er in allem die Philosophien des radikalen Minimalisten Steve Jobs respektiert, hätte es unter seinem Vorgänger wohl so manches Produkt wie etwa den Apple Pencil oder die zahlreichen verschiedenen iPhone-Modelle nicht gegeben.
Apple Silicon: Cooks größter Erfolg
Schon mit den ersten iPhones hatte Apple damit begonnen, eigene CPUs zu produzieren. Über die Jahre machte sich der Hersteller so immer unabhängiger von ARM-Prozessor-Zulieferern, zunächst auf der iPhone- und iPad-Plattform.
2020 war die Zeit reif, den Mac ebenfalls auf ARM-Technologie zu hieven, auch weil Intel immer weiter ins Hintertreffen geriet: Apples M1-Prozessor, zunächst im Macbook Air und Mac Mini, markierte einen enormen Schritt in Richtung Leistung und Energieeffizienz. Plötzlich waren selbst Basis-Macs schneller als so manches Intel-Topmodell. Und die Akkulaufzeit explodierte.
Radikal Neues fehlt derzeit
Leider hat Cooks Führung auch eine Schattenseite: Radikal Neues gab und gibt es unter seiner Führung bei Apple nicht, von der wenig erfolgreichen Vision Pro einmal abgesehen. Und auch, wenn ein Macbook Neo (hier unser Test) neue Wege im unteren Preissegment beschreitet, ist es doch letztlich alter Wein in neuen Schläuchen. Allerdings können auch Diversifizierung und Optimierung in einem weitgehend gesättigten Markt der richtige Weg sein.
Cook scheint allerdings bereits auf der Suche nach einem Nachfolger zu sein. Derzeit wird Hardware-Chef John Ternus als aussichtsreicher Kandidat gehandelt(öffnet im neuen Fenster): Der gelernte Ingenieur, der als innovativ und charismatisch gilt, hat im Januar 2026 bereits den Posten als Design-Chef übernommen.
Cook könnte möglicherweise noch 2026 den Chefposten räumen und Platz für Ternus machen. Dieser könnte, auch weil er Erfahrungen in der Roboterentwicklung hat, Apples Hardwaresparte für das KI-Zeitalter fit machen. Allerdings ist Ternus zwar ein Macher – er gilt als federführend bei der Rückabwicklung von Apples Hardware-Qualitätsproblemen -, aber eben kein Revolutionär wie Jobs.
Dennoch könnte unter seiner Führung nach 50 Jahren ein völlig neuer Wind durch das Apple-Hauptquartier in Cupertino wehen.
Kleiner Fun Fact am Rande
Übrigens: Der Mitarbeiter, der wohl am längsten für Apple arbeitet, ist Steve Wozniak: Der Entwickler der ersten beiden Macs ist nach wie vor Teil des Unternehmens, Anteilseigner – und Angestellter, wenn auch nicht aktiv. Als Advocatus Diaboli neigt er dazu, Techniktrends – wie zuletzt KI – kritisch zu hinterfragen.
Ihm wie auch Apple selbst damit einen herzlichen Glückwunsch zum 50. Jahrestag!
Christian Rentrop ist freier Technikjournalist und seit 2003 Mac-Nutzer. Er hat den Intel-Umstieg seinerzeit hautnah miterlebt und durfte auch selbst ein fiepsendes Macbook Pro der ersten Generation reklamieren.
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