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Intel-Umstieg sorgt für mehr Popularität

2006 hatte Apple zudem genug von den schleppenden PowerPC-Entwicklungen, verpasste dem Mac-Lineup Intel-Prozessoren und multiplizierte die Leistung. Nachdem einige Hacker herausgefunden hatten, dass sich auch Windows auf den Geräten installieren ließ, fügte sich Apple dem Nutzerwillen und ermöglichte mit Bootcamp offiziell Windows auf dem Mac.

Das ließ die Verkaufszahlen der Mac-Plattform explodieren, da sich das Umstiegsrisiko für Windows-Nutzer massiv verringerte. Geräte wie das Macbook Pro (hier unser Jubiläumsartikel zu 20 Jahren Macbook ) oder der inzwischen stark verschlankte iMac wären ohne Intel-Prozessor wahrscheinlich kaum so erfolgreich gewesen.

Das iPhone und das iPad: iPod auf Steroiden

Doch die Welt dreht sich weiter, und nichts ist so alt wie die Technik von gestern. Handys wurden immer leistungsfähiger, erste Smartphones mit cleveren Funktionen der bekannten Hersteller Nokia und Sony Ericsson erschienen, oft wenig erfolgreich.

Wie beim iPod nahm Apple Vorhandenes, analysierte es und stellte 2007 ein radikal neues Produkt auf die Beine: das iPhone. Telefon und iPod in einem, Touchscreen statt Tasten, kein Stylus. In der ersten Version kam das iPhone noch mit lausiger Kamera, ohne App Store und mit lästiger Exklusiv-Vertragsbindung. Viele IT-Journalisten erklärten das Gerät zum Flop, doch es war vom Start weg ein Erfolg.

Schnell nach dem Launch kamen Jailbreaker auf, die versuchten, das damals noch sehr eingeschränkte iPhone sinnvoller nutzbar zu machen, etwa für Spiele oder Anwendungssoftware. Auch hier reagierte Apple auf den Kundenwunsch und erfand 2008 den App Store, der das Nachinstallieren von Software auf dem Smartphone deutlich erleichterte.

Für alle, die nicht willens waren, für einen (neuen) Mobilfunkvertrag zu bezahlen, nahm Apple noch ein iPhone ohne Mobilfunk ins Programm: den iPod Touch. Der zeigte dann auch, wohin die Reise gehen sollte: 2010 präsentierte der Apple-CEO das iPad als Gerät zwischen Mac und iPhone. Wieder wollte niemand so recht an den Erfolg glauben, doch Steve Jobs belehrte die Skeptiker einmal mehr eines Besseren.

Steve Jobs Tod – und die Cook-Stagnation

2011 erlag der Apple-Gründer und CEO einem Krebsleiden, der zuletzt kommissarisch eingesetzte CEO Tim Cook übernahm anschließend die Geschäfte. Cook war und ist kein Revolutionär, weshalb viele Apple-Fans Sorge hatten, dass sich die Probleme der 1990er Jahre wiederholen könnten.

Tatsächlich brachte Cook zunächst keine revolutionär neuen Produkte auf den Weg, sondern diversifizierte das Portfolio. Unter seiner Führung blieb Apple – anders als in den 1990ern – Technologieführer und Trendsetter.

Zudem öffnete sich das Unternehmen ein wenig, neue Smart Devices wie die Apple Watch, die Airtags oder die Homepod-Linie führten konsequent den Apple-Gedanken weiter. Mit Diensten wie iCloud, Apple Music und Apple TV+ stellte Cook den Anbieter auch in Sachen Services solide auf.

Obwohl oft als Verwalter kritisiert, muss man Cook eine gewisse Experimentierfreude attestieren: Obwohl er in allem die Philosophien des radikalen Minimalisten Steve Jobs respektiert, hätte es unter seinem Vorgänger wohl so manches Produkt wie etwa den Apple Pencil oder die zahlreichen verschiedenen iPhone-Modelle nicht gegeben.


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