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5 Milliarden Euro: Vodafone übernimmt Vodafone Three überraschend komplett

Die Vodafone Group hat erstmals seit Jahren wieder einen Zukauf getätigt. Das Unternehmen will in Großbritannien und Deutschland an die Spitze.
/ Achim Sawall
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Firmenlogo im Jahr 2025 (Bild: Vodafone Group)
Firmenlogo im Jahr 2025 Bild: Vodafone Group

Vodafone will für 4,3 Milliarden Pfund (5 Milliarden Euro) den Anteil seines Partners CK Hutchison an dem britischen Joint Venture Vodafone Three erwerben. Das gab der Telco-Konzern am 5. Mai 2026 bekannt(öffnet im neuen Fenster). Es ist das erste Mal seit Jahren, dass die Vodafone Group wieder eine Milliarden-Akquisition tätigt, um seine Marktposition aktiv auszubauen, statt sich zur kurzfristigen Bilanzverbesserung von Unternehmensteilen zu trennen.

Damit will Vodafone ein Jahr nach der Gründung die vollständige Eigentümerschaft an Großbritanniens größtem Mobilfunkbetreiber übernehmen. Vodafone Three befindet sich derzeit zu 51 Prozent im Besitz der britischen Vodafone Group und zu 49 Prozent im Besitz des in Hongkong ansässigen Mischkonzerns CK Hutchison Group Telecom Holdings.

Vodafone hatte die Option, drei Jahre nach Abschluss der Transaktion die vollständige Eigentümerschaft zu übernehmen. Der nun erfolgte Vertragsschluss kam früher zustande als erwartet. Max Taylor wird weiterhin Chief Executive Officer von Vodafone Three bleiben.

"Wir sind davon überzeugt, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist, die vollständige Eigentümerschaft an Vodafone Three zu übernehmen", erklärte die Vodafone-Vorstandsvorsitzende Margherita Della Valle.

Hört Vodafone auf, sich selbst zu zerlegen?

CK Hutchison zufolge betreibt der chinesische Konzern weiterhin Netze in Italien, Schweden, Dänemark, Österreich und Irland.

Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Genehmigung unter dem britischen National Security and Investment Act und soll voraussichtlich in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 abgeschlossen werden.

Die Ankündigung markiert eine gewisse Kehrtwende in der globalen Strategie von Vodafone. Seit dem Amtsantritt der Konzernchefin Della Valle Anfang 2023 befand sich Vodafone fast ausschließlich im Verkaufsmodus.

Zu den größten Verkäufen gehörten Vodafone Spanien an Zegona Communications für rund 5 Milliarden Euro, Vodafone Italien an Swisscom/Fastweb für rund 8 Milliarden Euro, Vodafone Ungarn für 1,8 Milliarden Euro an die staatliche Holding Corvinus oder Vodafone Ziggo an den Joint-Venture-Partner Liberty Global für 1 Milliarde Euro.

Della Valle erklärte, man strebe die Führung auf den Märkten in UK und Deutschland an. In Deutschland ist die Lage deutlich komplizierter: Hier kämpft Vodafone mit massiven Problemen, weil nicht ausreichend in das TV-Kabelnetz, aber auch in den Mobilfunk investiert wird.


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