5.5G: Huawei erklärt den Weg zu 10 GBit/s in Mobilfunknetzen

Das 5G-Netz wird laut Huawei beschleunigt ausgebaut. "Das Hauptthema ist, die Coverage und die Netzoptimierungen zu entwickeln" , sagte Michael Lemke, Chief Security Officer von Huawei Deutschland, am 13. Dezember 2022. Dies reflektiere sich in dem aktuellen Mobilfunknetztests des Fachmagazins Connect .
Huawei ist weiter der wichtigste Telekommunikationsausrüster in Deutschland, besonders bei der Deutschen Telekom, aber auch bei Vodafone und Telefónica. Ein Medienbericht der Wochenzeitung Politico zum angeblichen Rückzug Huaweis aus Europa(öffnet im neuen Fenster) ist daher nach Einschätzung von Branchenexperten nur Wunschdenken von Anhängern der Position der US-Regierung im Handelskonflikt mit China.
Tatsächlich steigerte Huawei nach Angaben von Strand Consult(öffnet im neuen Fenster) aktuell seinen Marktanteil im RAN (Radio Access Network) in Deutschland sogar leicht. Aus Märkten wie Großbritannien oder Schweden wurde Huawei dagegen formal ausgeschlossen. Gegenwärtig hat Huawei aber in Großbritannien weiter einen hohen Marktanteil.
Geschwindigkeit von 10 GBit/s entwickelt
Die Entwicklung von 5.5 G geht laut Lemke damit einher, dass eine Geschwindigkeit von 10 GBit/s entwickelt werde. "Im Bereich der Industrie sehen wir eine starke Bewegung hin zu höheren Uplink-Datenraten" , erklärte er.
Wichtig werde, bei 5.5G das Thema Multi-Carrier-Aggregation weiterzutreiben – und das Thema Multi Channel. "Was heißt denn Multi-Channel? Bei Multi-MIMO-Antennen wird dieselbe Frequenz durch die räumliche Trennung in Beugungskeulen mehrfach genutzt. Wenn ich diese räumlich getrennten Träger wieder zusammenführe, kann ich auch das Thema 'mehr Geschwindigkeit' adressieren" , sagte Lemke. Wenn sie ihre Netze effektiv betreiben wollten, sei es für die Betreiber zudem wichtig, "innerhalb ihres fragmentierten Frequenz Assets so flexibel wie möglich umschalten zu können" .
Multi-Carrier-Aggregation steht für die Zusammenfassung mehrerer Netzbetreiber in einer Antenne.



