5,2 Milliarden US-Dollar Bewertung: SAP investiert in Berliner KI-Start-up N8n
SAP investiert in die Workflow-Automatisierungsplattform N8n und verdoppelt damit die Bewertung des Start-ups auf 5,2 Milliarden US-Dollar. Das gab N8n am 12. Mai 2026 bekannt(öffnet im neuen Fenster). SAP traf zudem eine mehrjährige Vereinbarung, um die Tools von N8n in ihren KI-Agenten-Builder Joule Studio zu integrieren.
Angaben dazu, wie viel Geld SAP in N8n investiert hat, wurden nicht gemacht. Die Bewertung von 5,2 Milliarden US-Dollar sei mehr als doppelt so viel wie bei der vorherigen Finanzierungsrunde, teilte N8n-Gründer und -Chef Jan Oberhauser. "N8n und SAP sind beides deutsche Technologieunternehmen, die aufeinander setzen, um Unternehmen jene Plattform bereitzustellen, auf der diese ihre KI-Anwendungen aufbauen können. Europa sucht bereits seit einiger Zeit nach eigenen KI-Champions – und genau durch Partnerschaften wie diese entstehen sie", erklärte Oberhauser
Die Beteiligung von SAP an N8n ist nicht sehr hoch. Laut dem aktuellen Handelsregistereintrag(öffnet im neuen Fenster) besitzt SAP nun 1,3 Prozent an N8n. Das Handelsblatt berichtet(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf einen Insider, dass SAP für die Beteiligung 60 Millionen Euro ausgab. Auch ein Lizenzvertrag für die Integration von N8n in SAP-Software sei Teil des Anteilkaufs.
Bei der Investition von SAP handele es sich um eine Sekundärtransaktion, die es einigen frühen Investoren ermögliche, einen Teil ihrer Anteile zu veräußern, wie Oberhauser in einem Interview erklärte. N8n steht im Wettbewerb mit etablierten Anbietern wie der US-amerikanischen Firma Zapier und dem kanadischen Start-up Gumloop.
N8n, gegründet im Jahr 2019, vertreibt Software, die Unternehmen verspricht, messbare Kosteneinsparungen durch Workflow-Automatisierung zu liefern. Nutzer können eigene Workflows erstellen, die interne Datenbanken per Drag-and-Drop mit Slack und Google Docs verbinden. Das Low-Code-Tool bietet eine visuelle Oberfläche, auf der Abläufe (Workflows) durch Verknüpfung von sogenannten Nodes (Knoten) automatisiert werden. Das Start-up erwirtschafte derzeit jährlich wiederkehrende Umsätze von mehr als 100 Millionen Euro (117 Millionen US-Dollar), sagte Oberhauser.
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