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5.000 Jahre Haltbarkeit: Western Digital will keramischen Langzeitspeicher bauen

Auf der Suche nach besonders langlebigem Speicher investiert Western Digital in das deutsche Start-up Cerabyte.
/ Oliver Nickel
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Keramikspeicher ist für Western Digital die Zukunft. (Symbolbild) (Bild: Pixabay.com)
Keramikspeicher ist für Western Digital die Zukunft. (Symbolbild) Bild: Pixabay.com / Pixabay-Inhaltslizenz

Western Digital ist immer auf der Suche nach neuen Partnerschaften, um das stagnierende Business mit Festplatten und anderen Massenspeichern zu erweitern. Das Unternehmen hat nun einen neuen Partner gefunden. Western Digital investiert in das in München ansässige deutsche Start-up Cerabyte. Dieses hat sich auf die Entwicklung von keramischen Speichermedien spezialisiert.

"Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Cerabyte bei der Formulierung einer Technologiepartnerschaft zur Kommerzialisierung dieser Technologie" , sagt Western-Digital-CSO Shantmu Sharma(öffnet im neuen Fenster) . Der Konzern will mit der Investition das eigene Produktangebot um Langzeitspeicher erweitern.

Daten auf Keramik einbrennen

Bei keramischen Datenspeichern werden Folien aus einem Keramikmaterial auf dünnem Glas genutzt und Daten in Matrizen auf die Oberfläche mittels Laser gestanzt. So gespeicherte Daten können dann später wieder übergelesen werden. Laut Cerabyte(öffnet im neuen Fenster) sollen 2.000.000 Bit mit einem Laserpuls geschrieben werden können. Für das Auslesen wird laut Unternehmensaussagen ein hochauflösendes Mikroskop genutzt.

Ein Vorteil dieser Technik: Laut Cerabyte halten so gespeicherte Daten mehrere Tausend Jahre, da sie unter anderem keine Energiequelle benötigen. Die Keramikplatten sollen so besonders gut für Cold Storage geeignet sein, da sie gegenüber mechanischen und elektromagnetischen Einflüssen abgehärtet sein sollen. Gleichzeitig will Cerabyte die Kosten pro Terabyte verringern. Bis zum Jahr 2030 sollen ein Terabyte Datenkapazität 1 US-Dollar kosten, berichtet das Magazin Tom's Hardware. Das wäre eine merkliche Senkung gegenüber aktuellen magnetischen Festplatten oder Bandspeichern.

Bisher haben die beiden Partnerunternehmen keine genauen Ziele genannt. Auch kann Cerabyte bisher kein kommerziell erhältliches Produkt vorweisen. Es wird sich zeigen, wie und wann sich die Technologie auszahlt.


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