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4K Ultra HD Blu-ray: In den USA sinken die Preise bereits

Während in Europa die Auswahl von 4K-Discs des Formats Ultra-HD-Blu-ray noch einige Lücken hat, sinken die Preise in den USA bereits. Zusätzlich erscheinen vermehrt Filmsammlungen. Jedoch verweigert sich weiterhin ein wichtiges Studio dem Format.

Artikel veröffentlicht am ,
UHD-Blu-rays bei einem Walmart in den USA
UHD-Blu-rays bei einem Walmart in den USA (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

Die Preise sinken langsam für die 4K-Scheiben der Ultra-HD-Blu-ray-Disc (UHDBD), zumindest in den USA. Selbst bei Neuveröffentlichungen sind Preise um die 20 US-Dollar nicht mehr ungewöhnlich, wenngleich viele Neuveröffentlichungen eigentlich altes Material sind, die erstmals für die Ultra-HD-Fernseher aufbereitet wurden. Das sagt natürlich noch nichts über die Qualität der Filme aus. Aus eigener Erfahrung raten wir, sich vor dem Kauf umfassend zu informieren. Oft verbirgt sich nur hochskaliertes 2K-Material in der Verpackung und mit HDR läuft auch nicht alles ideal.

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Auffallend ist in den USA, dass es einige Filmsammlungen zu sehr günstigen Preisen gibt. Drei Filme sind teilweise für 25 US-Dollar (inklusive Steuer) in einer Packung zu haben. Das sind dann allerdings nicht unbedingt Highlights des Kinos. Gesehen haben wir unter anderem Expendables 1 bis 3 sowie die Divergent-Serie. Eine wilde Zusammenstellung ist die Kombination aus Enders's Game, The Last Witch Hunter und Gods of Egypt.

Während die Auswahl vor allem in den USA steigt, fehlen leider auch dort weiterhin einige Filme, bei denen sich das Format sowohl im Bereich HDR als auch 4K lohnen würde. Selbst 3K-Material, das es mitunter gibt, wäre eine Bereicherung, denn Filme, die höher als 2K aufgelöst sind, lassen sich durchaus gut erkennen. Auch wenn vielleicht nicht jeder Pixel aufgrund der Distanz erkannt wird, ist zumindest eine Teilmenge bei vielen Abständen vor allem bei langsamen Szenen gut sichtbar.

Der Handel zieht mit

In den USA ist zudem auffallend, dass es nicht nur die reinen Elektronikmärkte wie Best Buy oder Fry's Electronics sind, die das Format verkaufen. Auch bei Walmart oder Target, die eher einer Mischung aus Supermarkt und Kleidungs- sowie Spielzeugabteilung entsprechen, verkaufen UHDBDs. Hierzulande sind diese Ketten am ehesten noch mit Real vergleichbar.

Das ändert aber nichts daran, dass von Disney oder Pixar nichts in den Regalen zu finden ist. Weder die Star-Wars-Filme gibt es, wobei offensichtlich an 4K-Versionen gearbeitet wird, noch die grafisch aufwendig gerenderten Pixar-Filme in neuer Auflösung. Auch Marvels Cinematic Universe bleibt außen vor. Andere Comicverfilmungen aus dem DC-Universum oder auch die X-Men-Filme sind hingegen zu finden. Eine Ausnahme gibt es in Deutschland. Concorde hat hierzulande die Iron-Man-Trilogie auf Ultra-HD-Blu-ray veröffentlicht. Laut AVForums ist jedoch nur der dritte Teil eine gute Arbeit in 2K-HDR. Der erste Teil auf der 4K-Disc ist teilweise sogar schlechter als die alte Blu-ray-Veröffentlichung, so AVForums. James Gunn, der Regisseur von Guardians of the Galaxy 2, hofft derweil, dass sich Disney doch noch überzeugen lässt

  • Die Preise sind in den USA recht deutlich gesunken, wie hier in einem Walmart. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Die Preise sind in den USA recht deutlich gesunken, wie hier in einem Walmart. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)

Zudem kommen ein paar Filme langsam in Deutschland an, die bisher nur als Import zu haben waren, darunter die Hunger-Games-Filme, die von Studio Canal in einigen Tagen auf den Markt gebracht werden. Studio Canal wollte gleichzeitig eigentlich auch Sicario veröffentlichen. Das wurde allerdings kurzfristig auf Anfang August 2017 verschoben. Die Studio-Canal-Veröffentlichungen beinhalten einen Dolby-Atmos-Track.

Serien fehlen noch

Genauso sieht es noch bei Serien aus, obwohl etwa Netflix oder Amazon schon lange 4K-Serien sogar in HDR und Dolby Vision ausstrahlen. Verkauft werden bis auf weiteres aber nur die Blu-ray-Discs. Allerdings dürften sowohl Netflix als auch Amazon auch ein großes Eigeninteresse daran haben, ihr qualitativ hochwertiges und selbstproduziertes Material bei sich zu belassen.

Derweil lassen andere Entwicklungen weiterhin auf sich warten. Die von Warner Bros. als Dolby-Vision-Versionen angekündigten Harry-Potter-Filme bieten kein Dolby Vision. Warner Bros. hat die Veröffentlichung zunächst so auf Nachfrage bestätigt, dann aber ohne jede weitere Ankündigung die Discs ohne Dolby Vision verkauft. Offenbar sah es Warner Bros nicht als notwendig an, die Kunden über die falsche Ankündigung zu informieren. Ohnehin gibt es weiterhin keine Dolby-Vision-Blu-ray-Player und die beteiligten Unternehmen geben keine verbindlichen Auskünfte. Das Format ist und bleibt eine Baustelle und das trotz einiger Achtungserfolge in Anbetracht der hohen notwendigen Investitionen.

Weitere Informationen zur Ultra-HD-Blu-ray-Disc finden sich in unseren ausführlichen, zweiteiligen Praxistests 4K-Filme verzeihen keine Fehler und 4K-Hardware ist nichts für Anfänger.



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Hotohori 23. Mai 2017

Klar, wenn man sich nicht damit beschäftigt weiß man die Vorteile auch nicht zu schätzen...

Achranon 23. Mai 2017

Es ist ja nicht tot :) Nach wie vor kommt so gut wie jeder neue Kinofilm auch als 3D...

ManMashine 22. Mai 2017

Was soll ich mit der Hirn- und anspruchslosen Hollywoodkacke eigentlich in 4K? Dadurch...

körner 22. Mai 2017

Meinst du nicht eher StarWars 1-3?

PiranhA 22. Mai 2017

Also die UHD BluRay ist für bis zu 100 MBit/s spezifiziert (BluRay 50 MBit/s). Das ist...


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