4K-UHD-Blu-ray: LG zieht Dolby-Vision-Firmware für UP970 zurück

LGs UHD-Blu-ray-Player UP970 verharrt zunächst auf der Version BD.37079.70524.C. Die Version BD.37767.70811.C, auch BD.37.767.70811.C genannt, die vermutlich das Dolby-Vision-Update bringen sollte, wird nicht mehr angeboten. Darüber berichten etwa Anwender im Hifi-Forum(öffnet im neuen Fenster) . Wir können das auf einem gestellten UP970 nachvollziehen, die Updatefunktion liefert keine Hinweise auf eine neue Version. Auf der Serviceseite von LG zum UP970(öffnet im neuen Fenster) finden sich ohnehin keine Hinweise auf Firmware-Updates.

Warum die Firmware zurückgezogen wurde, die pünktlich zur Ifa die bis dato brach liegenden Fähigkeiten des Abspielgeräts demonstrieren sollte, ist nicht bekannt. Wer das Update schon installiert hat, muss sich gegebenenfalls auf Probleme einstellen und sollte wachsam sein, ob sein Player macht, was er soll. Auf Nachfrage konnte LG allerdings keine Details nennen. Auch ist nicht bekannt, wann das Update wieder freigegeben wird. LG bittet um Geduld, bis das Unternehmen den Grund entdeckt habe. Dementsprechend gibt es doch noch keinen Start von Dolby Vision. Nur über den speziellen Fachhandel sind Dolby-Vision-Player von Oppo, nicht zu verwechseln mit dem Handyhersteller Oppo, verfügbar.
Der Vorfall kommt für LG direkt zur Ifa ungelegen. LG ist lange dabei, das Thema HDR über HDR10 hinaus voranzubringen. Es sei ohnehin nicht einfach, das Thema zum Kunden zu bringen, erklärte uns das Unternehmen auf der Ifa. Daran sind die Industrie und auch LG allerdings selbst schuld. Neben HDR10 und Dolby Vision wird LG etwa auch HLG breit unterstützen, das qualitativ laut LG eher HDR10 entspricht. Erste Testaussendungen gibt es schon. Dementsprechend soll es in Zukunft auch für die 6er-Fernsehergeneration ein HLG-Update geben. Nur HDR10+ will LG nicht unterstützen, was wiederum bei der Konkurrenz parallel zu HDR10 kommen soll.
Für den Endkunden ist die Situation außergewöhnlich kompliziert. Er muss sich mit dynamischen und statischen Metadaten eines dynamischen Formates (HDR, High Dynamic Range) plagen. Den Unterschied zwischen 8, 10 und später gar 12 Bit pro Farbkanal zu verstehen und sicherzustellen, dass 4K- und HDR-Signale beim Fernseher ankommen – das kann bei Einsatz eines AV-Receivers durchaus schiefgehen.