4HANA und ERP: SAPs neue Lizenzierung soll Bestandskunden entgegenkommen

SAP will sein Abrechnungsmodell umstellen. Automatische Systeme sollen nicht mehr als Nutzer gezählt, sondern nach Transaktionen bewertet werden. Umstrukturierungen bei den Projektteams sollen Verträge flexibler machen. In Zukunft sollen Kunden auch ihre eigenen Abrechnungen erstellen können.

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SAPs neue Lizenzierung soll flexibler sein.
SAPs neue Lizenzierung soll flexibler sein. (Bild: Pixabay.com/CC0 1.0)

Das Softwareunternehmen SAP will seine Abrechnungsmethoden überarbeiten. Es soll künftig Kunden und Nutzern besser möglich sein, automatisierte und von Menschen genutzte Konten und deren Transaktionen besser abrechnen zu können. Das gibt das Unternehmen in einer News-Meldung bekannt. Die Abrechnung unterscheidet demnach besser zwischen direktem und indirektem Zugriff.

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Den direkten Zugriff definiert SAP als Aktionen, die von echten Personen getätigt werden. Diese werden nach der Anzahl der menschlichen Nutzer abgerechnet. Der indirekte oder digitale Zugriff umfasst die Implementation von SAP-Funktionen in Bots, Internet-of-Things-Geräten oder anderen Programmen, die automatisiert auf Daten zugreifen wollen.

Abrechnung nach Transaktionen, nicht nach Nutzerzahl

Diese sollen nach der Anzahl an getätigten Transaktionen und verarbeiteten Dokumenten abgerechnet werden. Bisher sei genau das ein großes Problem für SAP-Kunden gewesen, da sie nach der Anzahl der Nutzer bezahlen mussten - egal ob Mensch oder Algorithmus. Die neuen Zahlungsmethoden beziehen sich auf die Produkte SAP ERP, SAP S/4HANA und SAP S/4HANA Cloud - alles häufig genutzte Software des Herstellers. Existierende Kunden können sich dabei entscheiden, ob sie nach dem neuen oder dem alten Prinzip abgerechnet werden möchten.

Parallel zu Lizenzierungsänderungen kündigt SAP einen Wechsel der internen Unternehmensstruktur an. Der eigentliche Verkauf von Lizenzen soll strikter von einer anderen Abteilung geregelt werden als der eigentliche Support, der Kunden bei der Compliance und Implementierung hilft. Grund dieser Änderung sei die schwierige Umsetzung neuer gewünschter Funktionen gerade bei Altverträgen, was laut SAP für Frustration sorge. Das Unternehmen arbeite derweil auch an einer Schnittstelle, mit der Kunden ihre Abrechnung selbst einsehen und organisieren können.

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